Krankenstand bei Männern und Frauen unterschiedlich

Source: pixabay.com
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Der Krankenstand bei Frauen lag 14 % höher als bei Männern. 2015 waren somit jeweils täglich 44 von 1.000 weiblichen und 39 von 1.000 männlichen Beschäftigten krankgeschrieben. Eine Arbeitsunfähigkeit bei Frauen dauerte zwar kürzer, kam dafür aber häufiger vor, fand der DAK-Gesundheitsreport heraus.  

Männer fehlten grundsätzlich viel öfter wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Job als Frauen. Zwischen 45 und 64 Jahren war fast jeder zehnte Mann von einer koronaren Herzerkrankung betroffen. Wegen Verletzungen waren beinahe doppelt so oft betroffen. Gründe sind eine höhere Risikobereitschaft sowie andere Tätigkeiten im Beruf. Frauen fehlten hingegen häufiger wegen psychischer Erkrankungen.
Bei Krebsleiden zeigte sich der größte Geschlechterunterschied beim Krankenstand. Das Risiko daran zu erkranken ist zwar gleich hoch, allerdings sind Männer meist erst im höheren Alter betroffen, Frauen hingegen schon im Erwerbsleben.
In vielen Branchen – bspw. die öffentliche Verwaltung und das Gesundheitswesen – hatten Frauen einen höheren Krankenstand. Bei Männern war dies nur im Gartenbau und bei Naturwissenschaften der Fall.
Deutliche wurde auch, dass Frauen viel häufiger einen Arzt aufsuchen und Krankheitssymptome sie auch viel stärker einschränken. Jede vierte Frau gab an, sich selbst bei einer Erkrankung des Kindes arbeitsunfähig gemeldet zu haben; bei den Männern waren es nur 17,5 %. Insgesamt gingen 67 % der Frauen und 60 % der Männer mindestens einmal jährlich dennoch krank zur Arbeit.

Der Krankenstand war mit 4,1 % der höchste seit 16 Jahren. Folglich waren jeden Tag 41 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben. Die Zahl stieg vor allem aufgrund psychischer Leiden und Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems.

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