Nach Revision fast 350.000 Beschäftigte mehr

(c) dr. klaus-uwe gerhardt / pixelio.de
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Die Bundesagentur für Arbeit (BA) änderte die Statistik der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Nun zählen u. a. auch Arbeitnehmer in Behindertenwerkstätten zu den Beschäftigten, so dass die Gesamtzahl nun um 347.000 Personen höher ist. Das teilten das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und die BA Anfang September 2014 mit.

Die Änderung der BA verbessert die internationale Vergleichbarkeit der deutschen Erwerbstätigenzahlen, weil auch die neu erfassten Angestellten der Sozialversicherungspflicht unterliegen und alle Merkmale der Erwerbstätigkeit nach Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erfüllen. Dies führt nicht zu einem künstlichen Beschäftigungsanstieg, denn die BA rechnete die Zahlen bis 1999 zurück. Gegner behaupteten nämlich zuletzt, dass eigentlich nicht erwerbsfähige Menschen ohne Markteinkommen in die Berechnung mit eingehen, so das IW.

Dass dem nicht so ist, geht auch aus einer Pressemitteilung der BA hervor: Weder sind die Zahlen manipuliert, noch wird die Arbeitslosenquote beeinflusst. Mit der nun modernisierten Datenaufbereitung sind genauere Ergebnisse möglich. Zudem definiert das Sozialgesetzbuch IV klar, wer als beschäftigt zu zählen ist. Die neu hinzu gekommenen Personengruppen erfüllen alle Kriterien versicherungspflichtiger, abhängiger Beschäftigung und sind daher mit zu berücksichtigen.

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