Donnerstag, 6. Dezember 2018

Talentmanagement in Zeiten der Digitalisierung

Quelle: pixabay.com

Anwerben und Binden von Mitarbeitern sind wichtiger als die Digitalisierung, Smart Industry und die IT-Entwicklung. Mittelständische und Großunternehmen sehen die größte Herausforderung in der Weiterbildung des Personals. In einer Studie haben der F.A.Z.-Fachverlag und Cornerstone OnDemand untersucht, wie sich IT-Lösungen und die Talent-Förderung in Unternehmen entwickeln.

Bei 70 % der Befragten ist die Personalabteilung auf die Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften fokussiert. Mehr als die Hälfte (58 %) gab an, dass vor allem das Talentmanagement wichtigstes Instrument ist, um zufriedene und qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Zwei Drittel planen, das Instrument künftig stärker auszubauen, um passende Beschäftigte für das Unternehmen zu finden.
Noch immer nutzen etwa 43 % der Befragten Standardprogramme wie Excel für das interne Talent Management. Ein Viertel arbeitet ohne IT-Lösung im Bereich des Personalmanagements. In 30 % der Firmen greifen HR-Mitarbeiter auf eine Inhouse-Installation eines HR-Management-Systems bzw. eine On-Premise-Lösung zurück. Etwa 20 % nutzen Software as a Service (SaaS).
In ca. 18 % der Unternehmen wird in der Personalabteilung das Thema Talent Management gesondert behandelt und ist mit Key-Performance-Indicators hinterlegt. IT-Lösungen sollen laut Umfrage möglichst einfach zu bedienen sein (84 %), Zeit sparen sowie möglichst effizient sein (63 %), eine hohe Integrationsfähigkeit besitzen (59 %) und möglichst papierlos funktionieren (54 %).

Soziale Netzwerke und digitale Kanäle haben in den vergangenen Jahren hinsichtlich des Recruitings an Bedeutung gewonnen. Die klassische Stellenanzeige in Print oder digital sowie Anwerbung durch Mitarbeiter dominiert aber mit 72 % weiterhin. Künftig planen fast acht von zehn Unternehmen, ihr Personal bis 2023 aufzustocken - vor allem in großen Organisationen ab 5.000 Beschäftigten. Das erwartete Wachstum des Mitarbeiterstamms liegt bei der Hälfte der Studienteilnehmer bei bis zu 10 %. Experten (79 %), Nachwuchskräfte (68 %) und Führungskräfte (56 %) sind besonders gefragt.

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