Woran scheitern Einstellungen?

Quelle: pixabay.com
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Knapp zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland haben Probleme, neue Mitarbeiter zu finden, so das Ergebnis einer Studie, für die Bitkom Research im Auftrag des Softwareanbieters Personio deutschlandweit 304 Unternehmen befragt hat. Personalentscheider (HR Manager bzw. Geschäftsführer) aus Unternehmen in Deutschland wurden dazu im Juni 2018 interviewt. Jeweils 102 der Unternehmen hatten zum Zeitpunkt der Analyse 50-99 bzw. 100-499 Mitarbeiter. Weitere 100 Unternehmen zählten mehr als 500 Mitarbeiter.

Nach den Ergebnissen erhält ein Viertel der Unternehmen häufig oder sehr häufig noch während des Auswahlverfahrens eine Absage von Bewerbern. Selbst nach der Vertragsunterzeichnung werden Arbeitgeber mit einer Absage konfrontiert – 17 % sogar häufig oder sehr häufig. Ein weiteres Drittel gibt an, dass ihnen ein solcher Vertragsbruch manchmal passiert. In 94 % dieser Fälle hat der Bewerber inzwischen eine Stelle in einem anderen Unternehmen gefunden. Der Faktor Zeit spielt also eine entscheidende Rolle für suchende Unternehmen.

Je größer ein Unternehmen, desto höher liegt die Erfolgsquote, wenn es darum geht, aus einem Vorstellungsgespräch einen geeigneten Mitarbeiter zu gewinnen. Während der dies in Unternehmen mit 50-99 Mitarbeitern bei 10 % liegt, erreichen Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern einen dreieinhalb mal so hohen Anteil. Diese haben häufiger HR-Software im Einsatz (34 % versus 12 % der kleinen Unternehmen) und sie verfügen ganz überwiegend über einen definierten und strukturierten Einstellungsprozess. Wer Software für das Bewerbermanagement einsetzt, lädt weniger Bewerber zu Gesprächen ein, selektiert also besser vor. Am Ende resultieren aus der Gesamtzahl der Bewerber jedoch genauso viele Neueinstellungen (4,8 %) wie bei Unternehmen, die keine Software nutzen, aber deutlich mehr Gespräche führen (müssen). Die Erkenntnisse scheinen in den Personalabteilungen nur teilweise angekommen zu sein. So planen gerade einmal 8 % der befragten Unternehmen die Anschaffung von digitalen Bewerbermanagement-Lösungen in den nächsten zwölf Monaten.

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