Zahl arbeitender Mütter gestiegen

Quelle: pixabay.com
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Arbeitgeber dürfen sich freuen, denn die Zahl der Mütter, die ab dem zweiten Lebensjahr ihres Kindes wieder arbeiten gehen, ist im Zeitraum von 2006 bis 2017 deutlich gestiegen. Dafür verantwortlich machen Wirtschaftsforscher insbesondere die Einführung des Elterngeldes und den Ausbau der Kitas in den letzten Jahren. Zum 1.1.2007 wurde das Elterngeld, welches über einen Kernzeitraum vom 12 Monaten gezahlt wird, eingeführt. Nimmt sich auch der Partner Zeit für das Kind, reduziert seine Erwerbstätigkeit für diesen Zeitraum oder setzt gar komplett aus, kann es um zwei weitere Monate verlängert werden.

Junge Mütter stehen dem Arbeitsmarkt wieder schneller zur Verfügung. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kletterte der Anteil berufstätiger Mütter einjähriger Kinder von 2006 bis 2017 von knappen 35 auf 44 %. Bei den Müttern mit zweijährigen Kindern war der Anstieg sogar noch höher. Zur Einführung des Kindergeldes waren 44,1 % von ihnen erwerbstätig. Zehn Jahre später kletterte der Anteil auf 60,1 %. Bei Müttern deren Kinder sich noch im ersten Lebensjahr befinden, fand hingegen eine gegenteilige – jedoch erwartete – Entwicklung statt. 2006 arbeiteten 22,5 % von ihnen. 2017 waren nur noch 9,2 % in diesem Zeitraum erwerbstätig, in dem das Elterngeld gezahlt wird.

IW-Forscher Wido Geis-Thöne resümiert: „Mit dem Elterngeld sollte einerseits ein finanziell gut abgesicherter Schonraum für die Familien im ersten Lebensjahr des Kindes geschaffen und andererseits eine frühe Rückkehr der Mütter in den Arbeitsmarkt gefördert werden. Dass dies tatsächlich erfolgreich war, zeigt die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung von Müttern in den ersten Lebensjahren ihrer jüngste Kinder.“

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