Zahlung des Weihnachtsgelds hängt von Gehaltsstufe ab

© PIXELIO/ Gabi Schoenemann
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Der Endspurt läuft - nur noch wenige Wochen bis Weihnachten. Mit der Novemberabrechnung erhalten viele Arbeitnehmer klassisch ihr Weihnachtsgeld. Doch es gibt deutliche Unterschiede bei der Gewährung der Gratifikation und deren Höhe.

 

Dies ergab eine Online-Umfrage der Internetseite www.lohnspiegel.de, die vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Insgesamt 55 % der Beschäftigten kämen überhaupt nur in den Genuss einer Jahressonderzahlung. Weitere 16 % erhielten eine Gewinnbeteiligung und 19 % eine sonstige Sonderzahlung. Zum einen spiele beim „Ob“ der Gewährung die Betriebsgröße eine Rolle: In Unternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr bekämen 67 % der Arbeitnehmer Weihnachtsgeld, bei unter 100 Beschäftigten seien es nur noch 48 %. Auch gebe es noch immer ein Ost-West-Gefälle. Während 60 % der westdeutschen Arbeitnehmer die Sonderzahlung erhielten, seien es in Ostdeutschland nur 39 %. Einen entscheidenden Faktor macht laut Studie zudem die Gehaltsstufe aus. In der Einkommensklasse von 4.000 bis 5.000 Euro könnten sich 67 % der Befragten über ein Weihnachtsgeld freuen, bei einem Verdienst bis 1.500 Euro nur noch 29 %. Zwischen Männern und Frauen sei noch ein kleiner Unterschied spürbar, Männer bekämen zu 57 % und Frauen zu 53 % das jährliche Weihnachtsgeld.

 

Auch die Dauer der Berufsausübung spiele eine Rolle: Je länger die Berufserfahrung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, eine Sonderzahlung zu erhalten. Der Anteil reiche von 50 % bei Berufserfahrung unter fünf Jahren bis hin zu 62 % ab zwanzig Jahren. Ist das Unternehmen zudem noch tarifgebunden, profitierten die Arbeitnehmer besonders oft, ihr Anteil liege hier bei 71 %. Dabei sähen die meisten Tarifverträge ein Weihnachtsgeld vor, das sich überwiegend als fester Prozentsatz vom Monatseinkommen berechnet. In tarifungebundenen Unternehmen kämen dagegen nur 43 % der Beschäftigten in den Genuss einer Sonderzahlung.

Darüber hinaus gebe es deutliche Unterschiede bei der Höhe des Weihnachtsgelds. Am besten zahlten üblicherweise Branchen wie das Bankgewerbe, die Süßwarenindustrie und die westdeutsche Chemieindustrie (95 % bis 100 % eines Monatsgehalts). Dahinter folgten Versicherungen (80 %), der Einzelhandel West (62,5 %) sowie die Metallindustrie West (55 %). Kein Weihnachtsgeld gebe es bspw. im Baugewerbe Ost und im Gebäudereinigerhandwerk.

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