Literaturtipp: Schwarzbuch Betriebsrat

Von Helmut Naujoks, Management & Karriere Verlag, Düsseldorf 2010, 266 Seiten, Preis: 49 Euro

Betriebsräte haben Macht und unterliegen keiner Kontrolle. Sie sind während ihrer Amtszeit nicht abwählbar und verfügen über einen Sonderkündigungsschutz, der sie rechtlich unkündbar macht. Ein Betriebsrat hat per Gesetz enormen Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen, haftet aber nicht für sein Handeln. Es gibt Betriebsräte, die diese Fülle von Macht missbrauchen. Das sind zwar Einzelfälle, die jedoch zur Existenzgefährdung von Unternehmen führen können:

Betriebsvereinbarungen werden ausgehöhlt, Betriebsräte lassen sich ohne gesetzliche Voraussetzungen freistellen. Gegen Maßnahmen des Arbeitgebers wird eine Blockadepolitik geführt. Vorgesetzte und Kritiker in der Belegschaft werden unter Druck gesetzt oder eingeschüchtert. Arbeitgeber werden wegen angeblichen Abbaus sozialer Leistungen per Aushang angegriffen.

 

Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Helmut Naujoks ist auf diese „Konfliktfälle“ spezialisiert und hat nach seinem vielbeachteten Buch „Kündigung von Unkündbaren“ jetzt das vorliegende Werk verfasst. Er berichtet aus der eigenen Praxis und zitiert bisher unveröffentlichte Urteile. Dazu hat er die gesamte Rechtsprechung der Arbeitsgerichte ausgewertet. Das Buch will Betriebsräte nicht pauschal verurteilen und auch nicht das Betriebsverfassungsgesetz abschaffen. Es will ein Rechtsratgeber sein, der Arbeitgebern Auskunft und Rat vermitteln soll, um Missbrauchshandlungen von Betriebsräten erfolgreich entgegenzutreten.

Inhalte des Buchs sind u. a.: Betriebsratsrhetorik, Medienpräsenz und -arbeit, Vergütung und Abfindung, Arbeitszeit, Strafanzeigen, Druck, Angst und Einschüchterung, Blockadehaltung und Machtmissbrauch.Im Anhang finden sich Gerichtsurteile, ein Literaturverzeichnis und Gesetzestexte.

 

Die Red.

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