Literaturtipp: SprAuG

Von Prof. Dr. Wolfgang Hromadka und Dr. Rainer Sieg, 2. Auflage, Luchterhand, Neuwied 2010, 571 Seiten, gebunden, Preis: 89 Euro

Ein Muss für Sprecherausschüsse: Endlich liegt wieder eine aktuelle Kommentierung des Sprecherausschussgesetzes (SprAuG) vor. Professor Wolfgang Hromadka, Passau, und Dr. Rainer Sieg, Vorsitzender des Konzern- und Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG, haben die verdienstvolle Arbeit geleistet. Nicht zuletzt diese Verbindung von Wissenschaft und Praxis macht den Kommentar zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel für Sprecherausschüsse und sollte für jedes Gremium zur Grundausstattung gehören.

Das Buch lässt deutlich spüren, dass beide Autoren die Lebenswirklichkeit von Sprecherausschüssen seit vielen Jahren kennen und begleiten. Dies zeigt sich schon in der sehr praxisorientierten Kommentierung des Grundsatzes der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Sprecherausschuss in § 2 SprAuG, darüber hinaus aber auch in vielen anderen Punkten, bei denen die Sprecherausschüsse bislang vom Gesetzgeber im Stich gelassen worden sind und deshalb nach Antworten für ihre Tagesarbeit suchen. So bejahen die Autoren zu Recht das Bestehen eines Rest- und Übergangsmandats für Sprecherausschüsse auch ohne ausdrückliche Regelung im SprAuG. Gleiches gilt für die Zuständigkeit des Konzernsprecherausschusses auch für sprecherausschusslose Betriebe, eine Frage, für die es im SprAuG noch an einer Regelung fehlt, wie es sie bereits seit einiger Zeit für Konzernbetriebsräte gibt. Auch das umstrittene Einsichtsrecht für Sprecherausschüsse in Bruttogehaltslisten wird angenommen und mit einer zutreffenden differenzierten Betrachtung der unterschiedlichen Regelungen im BetrVG und SprAuG unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes begründet.

Als ausgesprochen hilfreich stellt sich der Anhang zu diesem Kommentar dar, in dem sich nicht nur diverse Gesetzestexte finden, sondern insbesondere auch Muster für Geschäftsordnungen und Sprecherausschussvereinbarungen. Auch diesen Mustern merkt man an, dass sie praxiserprobt sind.

Insgesamt handelt es sich damit um ein Werk, dass den Sprecherausschüssen – aber auch den Personalabteilungen in den Unternehmen – dringend zur Anschaffung zu empfehlen ist.

 

Dr. Ulrich Goldschmidt, Hauptgeschäftsführer,

DIE FÜHRUNGSKRÄFTE-DFK, Essen

Das Wörterbuch erschließt dem Juristen wie auch dem Nichtjuristen die lateinische Rechtssprache mit annähernd 4 000 Stichwörtern.

Printer Friendly, PDF & Email

Von Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Hromadka und Prof. Dr. Rainer Sieg, Luchterhand Verlag, 3. Auflage, Köln 2014, 632 Seiten, gebunden, inkl. Online

Von Dr. Arnim Powietzka und Dr. Christian Rolf, 1. Auflage, Luchterhand-Fachverlag, Neuwied 2012, ca. 440 Seiten, gebunden, Preis: 59 Euro
 

Von Prof. Dr. Wolfgang Böhm, Jörg Hennig, Dr. Cornelius Popp, 1. Auflage 2008, Luchterhand, Neuwied, 360 Seiten, gebunden, Preis: 36 Euro

Von Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Eichenhofer und Prof. Dr. Ulrich Wenner (Hrsg.), Luchterhand Verlag, 2. Aufl., Neuwied 2017, 652 Seiten, Preis: 99

Von Dr. Gregor Dornbusch, Dr. Ernst Fischermeier, Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Löwisch (Hrsg.), 2. Auflage, Luchterhand, Neuwied 2009, 2.176 Seiten,

Von Dr. Aino Schleusener, Dr. Jens Suckow und Dr. Burkhard Voigt, 2. neu bearbeitete Auflage, Luchterhand-Verlag by Wolters Klüwer, Neuwied 2008, 505