Außerordentliche Kündigung bei Bedrohung des Vorgesetzten

© Rike/pixelio.de
© Rike/pixelio.de

Bedroht ein Arbeitnehmer in strafrechtlich relevanter Weise seinen Vorgesetzten, kann dies eine fristlose Kündigung rechtfertigen (ArbG Mönchengladbach, Urt. v. 7.11.2012 – 6 Ca 1749/12).

Der Kläger war als Arbeiter im Bereich Straßenmanagement bei der Stadt Mönchengladbach beschäftigt. Während der Durchführung von Bodenbelagsarbeiten am Stationsweg bedrohte der Kläger seinen Vorgesetzten mit den Worten:“Ich hau dir vor die Fresse, ich nehme es in Kauf, nach einer Schlägerei gekündigt zu werden, der kriegt von mir eine Schönheitsoperation, wenn ich dann die Kündigung kriege, ist mir das egal.“ Daraufhin kündigte die beklagte Stadt fristlos.

Das Arbeitsgericht entschied, dass die außerordentliche Kündigung wirksam war. Der Kläger hatte seinen Vorgesetzten in strafrechtlich relevanter Art und Weise bedroht. Dies ist an sich ein wichtiger Grund gem. § 626 BGB. Eine Abmahnung hätte nicht vorher ausgesprochen werden müssen, da er wegen der Bedrohung seines damaligen Vorgesetzten ungefähr ein Jahr zuvor bereits abgemahnt worden war. Nach Durchführung einer Beweisaufnahme konnte nicht festgestellt werden, dass der Vorgesetzte den Kläger zuvor provoziert hat. Auch die lange Betriebszugehörigkeit des Klägers sprach nicht gegen eine fristlose Kündigung.
 

Die DSGVO zeigt erste ernsthafte arbeitsrechtliche Folgen: Drohen Auskunftsansprüche, eine „amerikanische Discovery“ im Arbeitsrecht auszulösen? Wo sind die Grenzen, auch beim Schutz der Rechte Dritter? Wie ist die Auskunft zu erteilen? Wir geben die Antwort!

Printer Friendly, PDF & Email

Bedroht ein Mitarbeiter einen Vorgesetzten massiv, ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt. Das entschied das ArbG Düsseldorf mit Urteil vom 15.8

Bedroht ein Arbeitnehmer ernsthaft das Leben seines Vorgesetzten, rechtfertigt dies die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses ohne vorherige

Schikanieren Vorgesetzte ihre Mitarbeiter systematisch, kann daraus ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Arbeitgeber erwachsen. Aus diesem Grund

Wird ein Arbeitnehmer fristlos gekündigt, so bedarf es bei einem 20-jährigen beanstandungsfreien Arbeitsverhältnis grundsätzlich einer Abmahnung. Die

Schläft eine Zugbegleiterin während ihrer Schicht in einem Abteil ein, kann dies eine Pflichtverletzung darstellen. Vor einer Kündigung muss das

Das Beschimpfen eines Vorgesetzten als „irre“, „nicht normal“ oder „Psycho“ ist als erhebliche Ehrverletzung ein wichtiger Grund für eine