bAV: Ausnahme von BV wegen einzelvertraglicher Regelung?

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Arbeitnehmer, denen der Arbeitgeber einzelvertraglich eine bAV zugesagt hat, dürfen von einem auf einer Betriebsvereinbarung beruhenden kollektiven Versorgungssystem nur dann vollständig ausgenommen werden, wenn der Beschäftigte im Versorgungsfall eine zumindest gleichwertige Versorgung erhält, betonte das BAG (Urt. v. 19.7.2016 – 3 AZR 134/15).

1987 erhielt ein Mitarbeiter einzelvertraglich Leistungen der bAV über eine Pensionskasse zugesagt. Ein Jahr später trat eine Betriebsvereinbarung in Kraft, die allen Arbeitnehmern ab einem bestimmten Stichtag Leistungen mittels Direktzusage versprach. Diese Vereinbarung wurde mehrfach abgelöst. Die zuletzt gültige Betriebsvereinbarung aus 2007 nahm alle diejenigen davon aus, die einzelvertraglich bereits eine Zusage erhalten hatten. Ein Betroffener wehte sich dagegen im Wege der Klage.

Das Hess. LAG nahm an, ihm stehe eine Altersrente nach der Betriebsvereinbarung zu. Das BAG verwies den Rechtsstreit an das LAG zurück, weil noch nicht feststeht, ob die Regelung in der Betriebsvereinbarung zu einer Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern mit einzelvertraglichen Zusagen führt und deshalb tatsächlich unwirksam ist. Das Gericht muss nun klären, ob die von der Beklagten erteilten einzelvertraglichen Zusagen annähernd gleichwertig sind.

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