Hautkrebs bei Vermessungstechniker keine Berufskrankheit

(c) marcus gottwald / pixelio.de
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Eine durch natürliche Ultraviolettstrahlung hervorgerufene Hautkrebserkrankung ist keine Berufskrankheit, entschied das VG Koblenz in einem am 17.12.2014 veröffentlichten Urteil (v. 28.11.2014 - 5 K 437/14.KO).

Ein Beamter war bis zum Jahr 2012 im vermessungstechnischen Außendienst bei der beklagten Stadt beschäftigt. 2005 diagnostizierte ein Arzt eine Frühform des hellen Hautkrebses. Dies teilte der Vermessungstechniker der Beklagten im Mai 2013 mit und beantragte die Anerkennung als Berufskrankheit. Er sei wegen seiner beruflichen Tätigkeit über viele Jahre sonnenbedingter Ultraviolettstrahlung ausgesetzt gewesen. Nachdem die Stadt dies abgelehnt hatte, erhob er nach erfolglosem Widerspruch Klage vor dem VG Koblenz und berief sich dabei auf die Anlage 1 zur Berufskrankheiten-Verordnung.

Das VG wies die Klage ab. Dass die Erkrankung durch natürlich Ultraviolettstrahlung verursacht worden sei, lasse sich weder wissenschaftlich noch durch Auslegung der Verordnung begründen. Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz belegten, dass der ionisierende Teil der Sonneneinstrahlung (UV-C-Strahlung) von den oberen Atmosphärenschichten vollständig absorbiert werde und den Erdboden nicht erreiche. Auch die Verordnung zu den Berufskrankheiten gehe nicht davon aus, dass ein durch natürliche Sonneneinstrahlung hervorgerufenes Hautkrebsleiden durch ionisierende Strahlung bedingt sei. Die Verordnung erfasse nämlich nur künstlich geschaffene bzw. kanalisierte Strahlenquellen. Ab 1.1.2015 seien solche Hauterkrankungen zwar als Berufskrankheiten anzuerkennen (s. auch Meldung vom 17. November), allerdings seien Altfälle - wie dieser – davon nicht erfasst.

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