Jobchancen: Deutsche sind (zu Unrecht) pessimistisch
Immer mehr Arbeitnehmer schauen pessimistisch in ihre berufliche Zukunft. Und das trotz sinkender Arbeitslosenzahlen und einer vergleichsweise niedrigen Arbeitslosenquote. Dies ist das Ergebnis der Studie „Arbeitsmarkt 2014 – Perspektive der Arbeitnehmer“ der Lünendonk GmbH im Auftrag des Personaldienstleisters Orizon.
41 % schätzen ihre Chancen auf einen neuen Job als „eher schlecht“, beinahe jeder zehnte Befragte sogar „sehr schlecht“ ein. Nur noch weniger als die Hälfte bewertet ihre Erfolgsaussichten als „eher gut“ oder „sehr gut“. Im Vorjahr waren noch 52 % zuversichtlich. Der Optimismus nimmt synchron mit dem Alter ab: In der Generation ab 60 sieht nur jeder Dritte positive Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Von den Befragten in den Zwanzigern glauben hingegen noch 65 % an „eher gute“ oder „sehr gute“ Jobmöglichkeiten; bei den Unter-20-Jährigen sind es sogar fast drei Viertel.
Orizon zufolge sind die Zukunftsängste unbegründet, da die Arbeitslosigkeit weiter sinken soll. Die Bundesagentur für Arbeit habe bereits im April 2014 weniger als drei Millionen Arbeitslose verzeichnet. Aufgrund von Wirtschaftswachstum und demografischem Wandel sei sogar Vollbeschäftigung möglich.
