Fragen an Jan-Christoph Schüler

„Arbeit bedeutet für mich Leidenschaft, Motivation, 
Kreativität“
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Jan-Christoph Schüler, Director People & Culture bei Apollo in Deutschland und Österreich, Standort Schwabach bei Nürnberg Bild: Apollo
Jan-Christoph Schüler, Director People & Culture bei Apollo in Deutschland und Österreich, Standort Schwabach bei Nürnberg Bild: Apollo

Wären Sie nicht Jurist geworden, was dann?

In jedem Fall hätte ich einen Beruf ergriffen, wo ich nah an den Menschen bin.

Der Beruf des Lehrers hat mich bspw. gereizt, zumal ich auch aus einer Lehrerfamilie stamme.

Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?

Im Bereich Personal bin ich mehr oder weniger per Zufall gelandet, nachdem meine Bewerbungen nach dem zweiten Staatsexamen auf eine Rechtsanwaltsstelle ohne Erfolg blieben. Da ich unbedingt ins Berufsleben starten wollte, habe ich als HR-Trainee bei ABB angefangen. Im Rückblick eine weise Entscheidung.

Was hat Sie in Ihren ersten Berufsjahren am meisten geprägt und welcher Rat hat Ihnen am meisten genützt?

Dass man gemeinsam im Team viel erreichen kann und Werte wie Toleranz, Respekt und Zusammenarbeit die Grundlage für ein erfolgreiches Wirken sind. Außerdem: Zuhören, zuhören, zuhören – war und ist sicherlich ein sehr guter Ratgeber für mich gewesen.

Wozu haben Sie zuletzt Nein gesagt?

Mich hat vor wenigen Tagen ein Bekannter gefragt, ob ich den Wechsel zu Apollo bereut habe. Diese Frage habe ich mit einem klaren Nein beantwortet.

Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?

Insgesamt spielen die sozialen Medien eine immer wichtigere Rolle im beruflichen Alltag und sind bei der Gewinnung von Personal nicht mehr wegzudenken. So würde ich mich als passiven Nutzer auf nahezu allen sozialen Medien beschreiben. Aktiv nutze ich primär die Plattform LinkedIn.

Arbeitnehmer sind dann gut, wenn …

…ihre Führungskräfte gut sind. Wir wissen, was Menschen demotiviert und das zu verhindern, ist schon sehr viel wert. Außerdem sollten Arbeitnehmer ein Arbeitsumfeld vorfinden, wo sie ihre Stärken einbringen und innerhalb eines Rahmens eigenständig agieren können, Fehler explizit erlaubt sind und Wertschätzung ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur ist.

Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?

Meinen vorherigen Arbeitgeber ABB nach 20 Jahren zu verlassen. Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Ich bin ein sehr sozialer Typ, hatte viele tolle Kollegen und eine wirklich schöne Zeit. Ich weiß, was ich ABB zu verdanken haben.

Welche Themen stehen in den nächsten Monaten auf Ihrer Agenda?

Gute Leute finden, binden und entwickeln, sodass sie eine Perspektive bei Apollo sehen – das sind die größten Herausforderungen. Dafür müssen wir im Recruiting neue Wege probieren, die Aus- und Fortbildung weiter stärken und die Führungskräfte unterstützen.

Was bedeutet Arbeit für Sie?

In jedem Fall weit mehr, als nur den Lebensunterhalt damit zu verdienen. Arbeit bedeutet für mich insbesondere Leidenschaft, Motivation, Kreativität, soziales Miteinander und die Möglichkeit, Dinge zu gestalten und nachhaltig umzusetzen.

Was können sich Ihre Kollegen von Ihnen abschauen?

Dass man auch mit Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, ein schönes Haus bauen kann.

Und ein respekt- und vertrauensvolles Miteinander über alle Bereiche und Hierarchien hinweg.

Auf welche Rituale könnten Sie nicht verzichten?

Auf die wöchentlichen Treffen mit meinen Eltern zu einem Glas Wein.

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Welches Buch muss mit in Ihren Urlaub und wo geht es hin?

„Du musst nicht von allen gemocht werden“ von Ichiro Kishimi und „Der Feind in meinem Kopf“ von Matthias Hammer.

Wo es hingeht, ist noch nicht entschieden, da inzwischen die Kinder maßgeblich diese Entscheidung mitbestimmen.

Was ist Ihre größte Leidenschaft?

Gemeinsam mit meinem Team HR-Lösungen zu entwickeln und zu implementieren, welche den Geschäftseinheiten helfen, ihre Ziele zu erreichen und erfolgreich zu sein.

Worauf freuen Sie sich derzeit am meisten?

Als Wochenpendler freue ich mich insbesondere auf die Wochenenden, weil ich da meine Familie sehe und Zeit mit meinen Lieben verbringen kann.

Welchen Rat geben Sie Ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg?

Herr, gib mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen. Und an seine eigene Stärke glauben, ohne sich von anderen abhängig zu machen.

Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre den Menschen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Jan-Christoph Schüler

Jan-Christoph Schüler
Director People & Culture, Apollo Deutschland und Österreich
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Fragen an Jan-Christoph Schüler
Seite 46 bis 47
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Wären Sie nicht Personalerin geworden, was dann?

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Wären Sie nicht Arbeitsrechtlerin geworden, was dann?

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Warum haben Sie Ihren Beruf gewählt?

Ich habe mich nicht bewusst für diesen Beruf oder die Personalabteilung entschieden, sondern bin

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Wären Sie nicht Personalerin geworden, was dann?