DIN-Standard für KI in der Personalauswahl
Ein Konsortium aus dem Anbieter- und Arbeitgeberumfeld hat sich zusammengefunden, um eine DIN SPEC (PAS) für praxisbezogene und personaldiagnostische Anforderungen für video-gestützte Methoden der Eignungsbeurteilung auf Basis der allgemein gültigen DIN 33430 und im Einklang mit dem Deutschen Normenwerk zu erarbeiten.
Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Personalauswahlmethoden, die fair, zuverlässig, flexibel sowie kostengünstig verfügbar sind. Ein Schlüssel ist hierbei der Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Eine solche Technologie wirft jedoch auch ethische und datenschutzrechtliche Fragen auf. Deshalb wird nun an einem Standard gearbeitet, den die Experten aus dem Konsortium entwickeln. Das Gremium ist mit Sara Lindemann (viasto GmbH), Prof. Tuulia Ortner (Universität Salzburg), Prof. Andreas Gourmelon (Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen), Christoph Fellinger (Beiersdorf AG, Vorstandsmitglied QUEB e.V.), Anna Ott (Selbstständige Beraterin & Angel Investorin), Rico Knapper (Geschäftsführer Anacision GmbH), Harald Ackerschott (Obmann der DIN Arbeitsausschusses Personalmanagement und Geschäftsführer der Harald Ackerschott GmbH), Prof. Matthias Ziegler (Humboldt Universität Berlin), Norbert Gantner (teme GmbH), Heiko Sill (Psychodiagnostisches Zentrum, PDZ, Prüflabor der DIN CertCo für Eignungsdiagnostik) sowie Alexander Warkus (Intelligenz System Transfer GmbH) prominent besetzt.
Aus Sicht der Experten haben Komponenten der künstlichen Intelligenz großes Potential, die Personalauswahl für alle Beteiligten zu verbessern. Insbesondere beim Einsatz von video- und KI-gestützten Verfahren soll die neue DIN SPEC als praxisnaher Leitfaden fungieren und dabei helfen, Diskriminierung zu verhindern sowie die Verlässlichkeit digitaler Einstellungsverfahren zu gewährleisten.
