Arbeitnehmer fordern mehr Lob und Anerkennung

Quelle: pixabay.com
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Mitarbeiter in deutschen Unternehmen fühlen sich nicht ausreichend wertgeschätzt. Offenbar erwarten Beschäftigte regelmäßig Geschenke. 45 % der von Sodexo im Rahmen der Studie „Beziehungsbarometer“ befragten Arbeitnehmer gaben an, kein einziges Geschenk im vergangenen Jahr von ihrem Vorgesetzten erhalten zu haben. Sie bemängeln, dass es höchstens eine Grußkarte gegeben habe. Ein Drittel erhält regelmäßig Lob und Anerkennung für geleistete Dienste. Ein Viertel konnte sich über Sonderzahlungen oder Gutscheine zum Essen, Tanken bzw. Einkaufen freuen. Dass diese Dinge favorisiert werden, zeigt ein Blick auf die konkreten Wünsche der Mitarbeiter: 62 % hätten gern Geld oder Gutscheine. 20 % erhielten stattdessen aber eher unbeliebte Blumen, Pralinen, Wein, Kugelschreiber oder Accessoires.

Zudem wurde untersucht, wie es um Teamveranstaltungen, gemeinsame Betriebsausflüge oder Ferien bestellt ist. Lediglich 25 % können auf regelmäßige vom Unternehmen bezahlte Teamveranstaltungen in der Vergangenheit zurückblicken. 15 % kamen zwar in den Genuss entsprechender Events, mussten hierfür aber selbst zahlen. George Wyrwoll von Sodexo kann das nicht nachvollziehen: „Arbeitgeber nehmen sich mit diesem Verhalten die Chance, ihren Mitarbeitern Anerkennung zu zeigen“. Dabei sei es essentiell für ein zufriedenes Team und eine gute Arbeitsatmosphäre, dass die Belegschaft wertgeschätzt würde. "Betriebsveranstaltungen wie Sommerfeste, Jubiläumsfeiern, Weihnachtsfeiern oder gemeinsame Konzertbesuche sind wirkungsvolle teambildende Maßnahmen und fördern das vielbeschworene Betriebsklima. Und dafür gibt es sogar einen Steuerfreibetrag von jeweils 110 Euro je Mitarbeiter. Zwei Betriebsfeiern pro Jahr sind kein Problem für das Finanzamt."

Aber auch ohne finanzielle Aufwendungen könnten Arbeitgeber bei ihren Beschäftigten punkten: Lob und Anerkennung erfordern lediglich ein kurzes Gespräch. Dennoch liegt hier viel im Argen, denn nur ein Drittel der Befragten erhält regelmäßig Zuspruch. 44 % erhalten nur selten ein Lob des Vorgesetzten, 17 % überhaupt nicht. 5 % behaupten sogar, dass bei ihnen ausschließlich negatives zur Sprache kommt. Dann stellt sich natürlich die Frage, wie lange ein Betroffener sich das gefallen lässt, bevor er weiter zieht.

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