Arbeitskräftefluktuation: regelmäßig was Neues

© PIXELIO/Rike
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Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal ihren Job gewechselt? Ist das länger als drei bis vier Jahre her? Dann liegen Sie leider nicht im Trend. Denn so häufig sucht sich der deutsche Arbeitnehmer im Schnitt einen neuen Arbeitsplatz.  Das meldet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln. Seit Jahren liege die Fluktuationsrate stabil bei 25 bis 30 %. Auch konjunkturelle Schwankungen machten sich nur leicht bemerkbar. Doch natürlich handelt es sich um einen Durchschnittswert. So seien Jüngere, Hochqualifizierte oder Menschen ohne Migrationshintergrund i. d. R. deutlich wechselfreudiger, was ihren Arbeitgeber anbelangt, als andere Personengruppen. Die 15- bis 24-Jährigen – noch beseelt von der Idee des perfekten Arbeitsgeber und Arbeitsplatzes – suchten sich z. B. im Schnitt alle zwei Jahre eine neue Herausforderung. Dagegen mache sich die Generation 50plus nur alle sechs Jahre auf den Weg, eine neue Stelle anzutreten. Ebenso ziehe es ein Drittel mehr Uniabsolventen zu neuen Arbeitsufern als dies bei Arbeitnehmern mit Berufsausbildung der Fall sei. Kein Wunder, lohne sich der Wechsel für Hochqualifizierte finanziell deutlich häufiger als für Nicht-Studierte. Darüber hinaus würden Männer ihrem Arbeitgeber schneller untreu als ihre weiblichen Kolleginnen – selbst bei gleicher Qualifikation. Zudem liege die Wechselfreudigkeit einheimischer Beschäftigter um ein Fünftel höher als bei Mitarbeitern mit Migrationshintergrund.

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