Freitag, 27. Juli 2018

Beliebteste Arbeitsmärkte der Welt: USA vor Deutschland

Quelle: pixabay.com

Deutschlands Arbeitsmarkt ist bei ausländischen Arbeitnehmern beliebt. Die Arbeitsdestination landet im Ländervergleich auf Platz zwei. Für die gemeinsame Studie von Decoding Global Talent von StepStone, The Boston Consulting Group (BCG) und The Network wurden rund 366.000 Arbeitnehmer in 197 Ländern befragt.
„Deutschland ist als Arbeitsort für internationale Talente immer beliebter. Die wirtschaftliche Stärke und die guten Arbeitsbedingungen sind weltweit bekannt“, erklärt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone. So verwundert es nicht, dass Deutschland bei Fachkräften aus Dänemark, Polen, Rumänien und Spanien den sehr guten Platz zwei in der Rangliste belegt. Im Vergleich zur Befragung aus dem Jahr 2014 konnte Deutschland damit im Gesamtranking eine Position vorrücken.
Nur die USA ziehen noch mehr Menschen an. Kanada liegt im Top-Ten-Länder-Ranking auf Platz drei. Platz vier belegt Australien. Auf den Rängen fünf und sechs liegen Großbritannien und Spanien, gefolgt von Frankreich auf Platz sieben, der Schweiz auf Rang acht, Italien auf Platz neun und Japan auf Nummer zehn.

Im Städteranking konnte auch die Stadt Berlin ein gutes Ergebnis erzielen. Lag die Hauptstadt 2014 noch auf Platz sechs, rückte sie jetzt auf Platz drei vor. Dettmers erklärt: „Obwohl die großen deutschen Unternehmen hier gar nicht angesiedelt sind, machen die blühende Start-up-Szene sowie zunehmende Internationalität Berlin zu einem weltweit beliebten Arbeitsstandort“. Die Spitzenposition wird von London besetzt.

Und was sagen die deutschen Arbeitnehmer? Auch bei ihnen gelten insbesondere die USA, die Schweiz oder Großbritannien als attraktive Arbeitsmärkte. Die Bereitschaft im Ausland zu arbeiten ist im Vergleich zum Vorjahr sogar von 44 auf 55 % gestiegen.

Trotz der guten Ergebnisse muss Deutschland sich auch weiterhin im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte bewähren, denn in einigen europäischen Ländern, welche zunehmend an Stärke gewinnen, hätte die Bereitschaft nachgelassen, im Ausland zu arbeiten: „Darunter befinden sich auch Länder, aus denen traditionell viele Fachkräfte nach Deutschland kommen, etwa Polen, Rumänien, Ungarn und Kroatien. Aus diesen Ländern kommen zum Beispiel viele Pflegekräfte oder IT-Spezialisten nach Deutschland. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnten Deutschland künftig dringend benötigte Fachkräfte fehlen“, weiß BCG-Senior-Partner Rainer Strack.

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