Mittwoch, 4. Juli 2018

Benefits: Erwartungen der Generation Y an Arbeitgeber

Quelle: pixabay.com

Neben dem Grundgehalt kommen bei der Generation der 1980 bis 2000 Geborenen Benefits wie Sport- und Gesundheitsangebote, Rabatte und Fahrtkostenzuschüsse sowie sonstige Vorteile (z. B. Firmenwagen) besonders gut an. Das zeigt das aktuelle GenY-Barometer von Absolventa. Laut der Studie, die in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Trendence durchgeführt wurde, betrachten knapp 63 % der jungen Befragten Benefits als grundsätzlich wichtig. Wenn sie sich über potenzielle Arbeitgeber informieren, achten sie auf die Angebote der Unternehmen. Informationen über Benefits sollten daher unbedingt auf Karriereseiten und Stellenanzeigen auftauchen.

Eine moderne Arbeitsplatzausstattung, flexible Arbeitszeitmodelle oder Mitarbeiterevents nimmt die Zielgruppe übrigens nicht als Benefit wahr, sondern als eine Selbstverständlichkeit. Wirbt der Arbeitgeber mit diesen Vorteilen, so läuft er Gefahr, wertvolles Potenzial in der Mitarbeitergewinnung und -bindung zu verschenken. Für rund 40 % der Studienteilnehmer stellt bspw. ein Diensthandy mit privater Nutzungsmöglichkeit in Zeiten von Flatrate-Tarifen keinen Mehrwert mehr dar. Mit Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten kann man ebenso wenig bei der Generation Y punkten. 83 % halten dies schlicht für eine Notwendigkeit seitens des Arbeitgebers. Die Mehrheit der Befragten empfinden flexible Arbeitszeitmodelle und Home Office als obligatorische Angebote in der heutigen Zeit. Über 80 % der Berufsanfänger vom Unternehmen eine moderne Arbeitsplatzausstattung und akzeptieren diese nicht als Benefit.

Der Studie zufolge begeistern folgende Benefits die Generation Y:

  • Firmenwagen mit privater Nutzung
  • Sportangebote und Leistungen im Gesundheitsmanagement
  • Job-Ticket
  • Kostenloses Obst und Getränke im Büro
  • Mitarbeiterrabatte
  • Möglichkeiten, einen längeren Sonderurlaub einzulegen

Nur die wenigsten der jungen Talente würden jedoch für Benefits auf Gehaltsanteile verzichten. Die angebotenen Vorteile sehen sie ganz klar als „Add-ons“. Gehaltsminderungen kommen nur für solide Vermögenswerte wie die betriebliche Altersvorsorge oder vermögenswirksame Leistungen in Frage. Für Benefits empfindet die Generation keine Dankbarkeit, diese sind selbstverständlich geworden. Dennoch müssen Arbeitgeber Benefits klar und offensiv kommunizieren. Dabei sollten nur solche Vorteile beworben werden, die die Zielgruppe als echten Benefit empfindet. Für rund 43 % ist es wichtig, dass die Benefits regelmäßig aktualisiert werden. Arbeitgeber dürfen sich daher nicht auf den bestehenden Angeboten ausruhen. Um Bedürfnisse frühzeitig erkennen zu können, müssen sie mit einem Ohr nah an den Entwicklungen in der Zielgruppe bleiben.

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