Deutschland schrumpft: Gefahr für Wohlstand und Wachstum

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Bis zum Jahr 2030 könnten Deutschland zwischen 5,8 und 7,7 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Das würde einem Verlust der Wirtschaftsleistung von bis zu 550 Milliarden Euro entsprechen, berichtet The Boston Consulting Group im Rahmen der Studie „Die halbierte Generation“.

Eines der größten Probleme auf dem hiesigen Arbeitsmarkt stellt der Mangel an Facharbeitern, Gesellen, Meistern, Technikern und Akademikern dar. Ihr Fehlen bremse laut Rainer Starck, BCG, Autor der Studie, das Wirtschaftswachstum. Bei dieser Entwicklung stehe als Folge auch unser Wohlstand auf dem Spiel. Selbst bei einer optimistischen Bevölkerungsentwicklung mit einer hohen Nettomigration und steigender Erwerbsquote entstehe eine Arbeitskräftelücke von 6,1 Millionen innerhalb der nächsten 15 Jahre. Das führe zum Schrumpfen des Wachstums der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland – Der Wert sinke dann von derzeit durchschnittlich 1,3 % auf 0,5 % pro Jahr.
Innerhalb Deutschlands würde das Gefälle zwischen den Regionen weiter zunehmen: „Vor allem in den neuen Bundesländern wird der Mangel zum großen Problem werden. Den Verlust von bis zu einem Fünftel der Arbeitskräfte werden diese Regionen kaum verkraften, ohne in ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erheblichen Schaden zu nehmen. Bleiben Gegenmaßnahmen aus, sind eine weitere Verödung ländlicher Gebiete, die Abwanderung von Betrieben und das Schrumpfen lokaler Märkte absehbar.“, prognostiziert Starck.

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