GroKo-Rentenpakete – Belastung nachfolgender Generationen?

Momentan widerspricht unser Rentensystem dem politisch und gesellschaftlich gesetzten Ziel der Generationengerechtigkeit, sagte jüngst Bundespräsident Joachim Gauck in einer Rede in Berlin. „Gerechtigkeit gibt es nur in der Hölle“, betonte hingegen Prof. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institutes, im Gespräch mit Dr. Dietmar Bartsch, MdB, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, bei der 50. PEAG Personaldebatte zum Frühstück am 9.6.2015 in Berlin.

Ein knappes Jahr ist das Rentenpaket der Großen Koalition nun Gesetz. Die Finanzierung der vereinbarten Maßnahmen– wie die Rente mit 63 oder die Mütterrente – sind zu Ungunsten der jüngeren Generation hinausgezögert worden. Laut Bartsch dürfen wir Altersarmut in unserer Gesellschaft nicht zulassen: „Es sollen alle in die Rentenversicherung einzahlen – zum Beispiel auch Abgeordnete. Die Beitragsbemessungsgrenze muss angehoben und langfristig abgeschafft werden“, forderte er, um einen dauerhaften Lebensstandard im Alter zu sichern.

Laut Rürup müssen wir „alle Quellen unseres Sozialsystems anzapfen, denn ansonsten ist die Finanzierung unseres Alterssicherungssystems in Gefahr“. – unser Rentensystem „ignoriert den Umstand, dass die Gesellschaft immer älter wird und der intergenerative Umverteilungsbedarf zwingend steigen wird. Wir benötigen ein aus allen Quellen des Volkseinkommens finanziertes Alterssicherungssystem. Diese Lösung jede Legislaturperiode aufs Neue zu vertagen, verschärft die Situation unnötig“.

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