Mehr behinderte Menschen als je zuvor erwerbstätig

Source: pixabay.com
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Über 1,15 Millionen Menschen mit Behinderungen haben in Deutschland einen Arbeitsplatz. Das zeigt das Inklusionsbarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institute (HRI).

Die Zahl der Unternehmen, die unter die Beschäftigungspflicht fallen, stieg um mehr als 4.000 auf fast 150.000. Die Beschäftigungsquote von Personen mit Handicap erhöhte sich damit auf 4,67 und ist nun näher an die gesetzliche Vorgabe von 5 % gerückt. In Betrieben mit weniger als 20 Mitarbeitern (die deshalb der Beschäftigungspflicht nicht unterliegen) arbeiten zusätzlich weitere 138.000 behinderte Menschen.
Zwar ist die Arbeitslosenquote behinderter Menschen leicht gesunken, allerdings immer noch doppelt so hoch wie in der Vergleichsgruppe ohne Behinderung. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Schwerbehinderung stieg hingegen um 3000. Die Jobsuche dauert für Betroffene wesentlich länger – durchschnittlich 96 Tage mehr als bei Erwerbslosen ohne Behinderung.

36 % der Arbeitgeber – im Vorjahr waren es noch 32 % – erfüllen die gesetzliche Einstellungsquote nicht, sondern entrichten lieber für jeden unbesetzten Pflichtplatz eine monatliche Ausgleichsabgabe. Gründe sind räumliche Barrieren und, dass die Möglichkeit der staatlichen Förderung nicht bekannt ist. Insgesamt wollen nur 10 % in den nächsten zwei Jahren weitere Mitarbeiter mit Behinderung einstellen, obwohl drei Viertel aller inklusiv arbeitenden Firmen dadurch keine Leistungsunterschiede sehen.

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