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Mehrzahl der Arbeitnehmer fühlt sich gerecht entlohnt

Entgegen der Ergebnisse des Index „Gute Arbeit“ des DGB, wonach viele Beschäftigte eine leistungsgerechte Bezahlung vermissen, fand eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) das Gegenteil heraus. Hiernach empfinden zwei Drittel der Arbeitnehmer ihre Entlohnung als gerecht, berichtet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) Anfang April. Nach der SOEP-Befragung finden sich 68 % gerecht und 32 % ungerecht bezahlt. Betrachtet man Geringverdiener mit einem Stundenlohn von weniger als 8,50 Euro separat, so zeigt sich ein ähnliches Bild. Knapp die Hälfte dieser Gruppe fühlt sich gerecht entlohnt. Die Zahlen des DGB seien laut IW aber wesentlich positiver als es die Berichterstattung vermuten lasse. Denn hiernach würde die Hälfte der Befragten ihr Einkommen in einem hohen Maße oder sehr hohen Maße für angemessen halten. Jeder zehnte hingegen sei nicht zufrieden und hält seine Bezahlung für nicht angemessen.  Die laut DGB herausgefilterte negative Stimmung unter den Beschäftigten könne aber auch an der Konstruktion des Index „Gute Arbeit“ liegen, so das IW. Denn bei der Frage nach dem Einkommen fließe bei der Untersuchung des DGB auch das geringe Vertrauen der Befragten hinsichtlich ihrer Rente ein. Hieraus ein Mangel an Leistungsgerechtigkeit abzuleiten sei mehr als gewagt.

Redaktion (allg.)