Sinkende Produktivität trotz steigendem Arbeitsvolumen

Quelle: pixabay.com
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Im dritten Quartal 2018 arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland mit 15,46 Milliarden Stunden ganze 1,4 % mehr als im Vorjahr. Mehr wurde seit dem Beginn der gesamtdeutschen IAB-Arbeitszeitberechnung im Jahr 1991 noch nie gearbeitet.
Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Zahl der Erwerbstätigen deutlich gestiegen (+ 1,3 %). Mit mehr als 45 Millionen Personen erreichte sie einen neuen Rekordstand. Saison- und kalenderbereinigt zeigt sich gegenüber dem Vorquartal ein Anstieg von 0,3 Prozent bei der Erwerbstätigkeit.

Gesunken (um genau 0,4 %) ist hingegen die Produktivität im Vergleich zum dritten Quartal 2017. Sie ging auch gegenüber dem Vorquartal in allen Quartalen des laufenden Jahres zurück. „Während es beim Einsatz von Arbeit einen Rekord nach dem anderen gibt, bleibt die Entwicklung der Produktivität je eingesetzter Stunde schwach. Mit der demografischen Schrumpfung wird ein auf Beschäftigungsausweitung basierendes gesamtwirtschaftliches Geschäftsmodell nicht mehr funktionieren. Spätestens dann brauchen wir bei den Jobs Klasse statt Masse“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftlichen Analysen“.

Aus der Studie ging außerdem hervor, dass die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,2 Prozent zugenommen hat.
Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten nahm zudem stärker zu als die Zahl der Teilzeitbeschäftigten. Die Anzahl der bezahlten Überstunden der Erwerbstätigen pro Quartal wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,1 auf insgesamt 7,4 Stunden. Die Zahl der unbezahlten Überstunden reduzierte sich jedoch auf 6 Stunden pro Quartal (um 0,4 % gesunken).

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