Trends im Personalmanagement

© PIXELIO/Gerd Altmann
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Talentmanagement und Führungskräfteentwicklung – das sind die großen Trends im Personalwesen für die kommenden Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Creating People Advantage 2011“, anlässlich derer The Boston Consulting Group (BCG) gemeinsam mit der European Association for People Management (EAPM) über 2.000 Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung in 35 europäischen Ländern befragt hat. Als weitere große Herausforderungen hätten die Teilnehmer den Umgang mit dem Fachkräftemangel, die Förderung von Diversity in der Belegschaft sowie den Einsatz von Social Media in der HR Abteilung identifiziert. Doch besonders gut gerüstet hierfür scheinen viele Unternehmen nicht zu sein. So hätten 60 % der Befragten angegeben, bei ihnen gebe es keine systematische, strategische Vorgehensweise, um Talente zu gewinnen. Genau das ist laut BCG aber Voraussetzung für eine erfolgreiche interne Talententwicklung. Es habe sich nämlich gezeigt, dass 53 % der Topkonzerne – gemessen an Umsatz und Wachstum der letzten drei Jahre – hierüber verfügten. Bei den weniger erfolgreichen Unternehmen könnten dagegen nur 27 % damit aufwarten. „Talente zu entwickeln braucht Zeit. Unternehmen sollten daher langfristig die Größe und Zusammensetzung des Talentpools in Abhängigkeit von der Unternehmensstrategie planen“, rät Dr. Rainer Strack, Senior Partner bei BCG.

 

Darüber hinaus fokussierten sich viele Talentmanagement-Programme auf erfahrene Führungskräfte. Gerade einmal in 35 % der Unternehmen kämen auch junge Talente in den Genuss systematischer Förderung. „Interne Entwicklungsmöglichkeiten binden Talente langfristiger an das Unternehmen als das aktuelle Monatseinkommen und Boni“, empfiehlt Prof. Gerold Frick, Executive Committee Member der EAPM.

Zudem genieße das Talentmanagement noch immer keinen hohen Stellenwert im Unternehmen. Die meisten der Befragten hätten angegeben, bei ihnen befasse sich der Geschäftsführer wenn es hoch kommt neun Tage im Jahr mit der Materie. „Die Aufmerksamkeit und Unterstützung durch das Topmanagement, inklusive des CEO, hat starken Einfluss auf den Stellenwert des Talentmanagements im Unternehmen“, betont Strack.

 

Was Social Media anbelangt, sähen drei Viertel der Befragten hier die größte Chance, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Die Hälfte der HR-Manager halte sie zudem für wichtig, um zukünftig neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Ein Drittel habe ihnen außerdem Bedeutung für den Wissenstransfer attestiert. Aber auch Gefahren befürchteten die Befragten im Netz. So könnten Firmeninterna leichter den Weg an die Öffentlichkeit finden. Daneben ließen sich negative Einträge schwerlich kontrollieren. Außerdem ebne das World Wider Web Konkurrenten den Weg, um Fachkräfte abzuwerben. „Social Media ist kein Strohfeuer. Personalabteilungen müssen jetzt die notwendigen internen Fähigkeiten und Kapazitäten aufbauen, um den Anschluss nicht zu verlieren“, mahnt Strack. Unternehmen sollten darauf achten, dass ihre Social Media Strategie stets glaubwürdig ist und im Einklang mit der allgemeinen Geschäftsstrategie steht. Ansonsten laufe man Gefahr, von der Online-Community zerlegt zu werden.

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