Macht als Motivation von Beschäftigten

Bild: AdobeStock/nuthawut
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Eine Untersuchung im Rahmen der Personaldiagnostik der PAWLIK Group hat kürzlich ergeben, dass die meisten Beschäftigten sich in ihrem Job Einfluss und Selbstbestimmung wünschen. Der Auswertung zufolge treiben überwiegend die Motive Macht, Leistung und Anschluss Arbeitnehmer an.

Mit 57 % strebt der Großteil der Teilnehmer nach Macht. Für weitere 28 % stellt Leistung den inneren Antrieb dar. Diese Gruppe zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereitwillig komplexe Arbeitsaufgaben übernimmt. Lediglich 12 % sind auf der Suche nach Gemeinschaft und Anschluss im Team.

Für Führungskräfte ist es den Ergebnissen zufolge wichtig, zu erkennen, wonach ihre Mitarbeiter streben. Arbeitnehmer, die sich (mehr) Macht wünschen, wollen bspw. eigene Entscheidungen treffen und Projektverantwortung übernehmen. Um ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen zu können, benötigen sie Entscheidungsfreiheiten. Klassische Hierarchien und Strukturen engen sie daher ein.

Für Unternehmen und dort insbesondere Führungskräfte ist es ratsam, auf diese (oftmals unbewussten) Motive zu achten und ihren Mitarbeitern entsprechende Aufgaben und Rollen zuzuweisen. Auf diese Weise können sie ihr Potenzial entfalten und sich oftmals besser in das Team einfügen. Denn nur etwa jeder Zweite kann die eigenen Motive richtig einschätzen. Viele unterdrücken insbesondere den eigenen Wunsch nach Einflussnahme und schätzen ihn für sich selbst als unbedeutend ein. Die Folge sind häufig Missverständnisse und Frustration. Daher bringt ein bewusster Umgang der Führungskräfte mit den jeweiligen Faktoren, die die Belegschaft antreiben, den größten Nutzen für das Unternehmen und die Beschäftigten selbst.

 

Lesen Sie zu diesem Thema folgenden Artikel aus AuA 12/21:

Eine Person hat für sich alleine genommen keine Macht. Macht entsteht erst in der Beziehung von zwei und mehr Personen. Die Macht einer Person kann noch so groß...

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