Weiterhin großer Bedarf an MINT-Arbeitskräften

(c) Tim Reckmann / pixelio.de
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Gut 121.000 Arbeitsplätze in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind derzeit unbesetzt. Den Unternehmen fehlen MINT-Arbeitskräfte, obwohl ihre Zahl im Jahr 2011 bereits um rund 290.000 gestiegen ist. Die Lücken werden nach Angaben des zweimal jährlich erscheinenden MINT-Reports des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e. V. (IW) zunehmend von älteren Arbeitnehmern und Migranten gefüllt.

Der Engpass bei der Besetzung von Stellen ginge zu Lasten der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und führe zu erheblichen Wachstumsverlusten vermeldete jüngst auch die BDA, eine der Auftrag gebenden Vereinigungen der Studie.
Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ erwartet „bis zum Jahr 2020 eine Lücke von 1,4 Millionen fehlenden Fachkräften.“ Für ihn führt kein Weg daran vorbei „alle Bildungsreserven aus(zu)schöpfen, denn 1,3 Millionen junge Menschen haben keine Berufsausbildung. Auch Zuwanderung ist ein wichtiger Baustein in einer umfassenden Strategie zur Fachkräftesicherung.“

Dass entsprechend qualifizierten Migranten die Integration in den Arbeitsmarkt gut gelingt, stellt Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft fest: „Die Erwerbstätigenquote liegt bei über 80 Prozent, ist höher als bei anderen Qualifikationen und seit dem Jahr 2005 um mehr als zehn Prozentpunkte gestiegen.“ Die Zuwanderung trage bei MINT-Akademikern zur Fachkräftesicherung bei. Arbeitnehmer kämen zunehmend aus den südeuropäischen Krisenländern Italien, Spanien, Griechenland und Portugal. Unsere östlichen Nachbarn spielen aber insgesamt noch eine herausragende Rolle, bilanziert Prof. Hüther abschließend: „Bei den beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften stammen die Zuwanderer hingegen vor allem aus Osteuropa – eine Region, in der der demografische Wandel langfristig jedoch zu Engpässen führen dürfte.“

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