Montag, 28. April 2014

Zufriedenheit im Job steigt, trotzdem wollen viele einen Wechsel

(c) Konstantin Gastmann/pixelio.de

55 % der deutschen Berufstätigen sind derzeit zufrieden im Job, das sind leicht mehr als im letzten Jahr. Von den Arbeitszeiten über das Gehalt bis zu Fortbildungsmöglichkeiten sprechen Beschäftigte dem Chef etwas häufiger ein Lob aus. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie "Jobzufriedenheit 2014" der ManpowerGroup Deutschland. Für die Umfrage wurden im April 1.000 Deutsche ab 18 Jahren interviewt. Die hohe Jobzufriedenheit aus dem Jahr 2012 ist aber noch nicht erreicht: Damals hatten fast zwei Drittel der Befragten angegeben, insgesamt mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden zu sein. Nach einem starken Rückgang 2013 hat sich die Stimmung nun wieder etwas aufgehellt. Dafür sind verbesserte Rahmenbedingungen verantwortlich: die Einhaltung vereinbarter Arbeitszeiten (+ 5 %), faire Bezahlung (+ 3%), flexible Arbeitszeitmodelle (+ 4%) und regelmäßige Weiterbildungen (+ 6 %). 35 % würden daher ihren Arbeitgeber Freunden weiterempfehlen. "Bei den Arbeitgebern findet ein Umdenken statt", sagt Herwarth Brune, Geschäftsführer der ManpowerGroup Deutschland. "Sie müssen um ihre Fachkräfte kämpfen. Deshalb erhalten Themen wie Work-Life-Balance und angemessener Lohn mehr Gewicht. Trotzdem gibt es noch viel Handlungsbedarf, denn noch immer arbeitet laut der Studie mehr als die Hälfte länger als vereinbart oder fühlt sich nicht fair entlohnt." Angebote zur Familienfreundlichkeit, Gesundheitsförderung, soziale Projekte, Umweltschutz, Förderung der Karriere, Home Office, Wechsel- oder Auszeiten-Möglichkeiten rangieren auf den hinteren Plätzen. Trotz der gestiegenen Zufriedenheit möchten auch weiterhin zwei von fünf Befragten in den nächsten zwölf Monaten den Job wechseln. Hauptgründe dafür sind – wie gehabt – der Wunsch nach besserer Bezahlung, fehlende Anerkennung, Abwechslung, fehlender Spaß und schlechtes Arbeitsklima.