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Geschäftsmann telefoniert auf Dienstreise
Bild: master1305/stock.adobe.com

Geschäftsreisende umgehen Reiserichtlinien

Eine aktuelle Befragung von SAP Concur zeigt: 44 % der deutschen Geschäftsreisenden haben nach eigenen Angaben mindestens einmal bewusst gegen die Reiserichtlinien ihres Unternehmens verstoßen. Gleichzeitig verzichtete fast jeder Fünfte (19 %) im vergangenen Jahr darauf, eigentlich legitime Ausgaben einzureichen – etwa aus Sorge, als Kostentreiber wahrgenommen zu werden.

Als Gründe für Regelverstöße nennen die Befragten unter anderem großzügig auslegbare Richtlinien (51 %) und lückenhafte interne Prüfprozesse (13 %). Auch Führungskräfte fallen dabei auf: 27 % geben an, Richtlinien manchmal oder häufig zu umgehen. Bei Beschäftigten ohne Führungsverantwortung sind es 19 %.

Bemerkenswert ist, dass Beschäftigte nicht nur versuchen, Vorgaben zu ihrem Vorteil auszulegen. 19 % verzichten nach eigenen Angaben bewusst darauf, legitime Reisekosten einzureichen. 15 % möchten dadurch vermeiden, den Eindruck zu erwecken, mehr als andere für Geschäftsreisen auszugeben; 8 % wollen nicht als Kostentreiber gelten.

Die Ergebnisse der von SAP Concur veröffentlichten Global Business Travel Survey deuten damit auf ein Spannungsfeld hin: Zu großzügige oder unklare Vorgaben können Regelverstöße erleichtern, während zu enge oder als restriktiv empfundene Regeln dazu führen können, dass Beschäftigte auch zulässige Ausgaben nicht geltend machen.

Die Ergebnisse legen laut SAP Concur nahe, dass klare und nachvollziehbare Reiserichtlinien sowie transparente Prüfprozesse eine wichtige Rolle beim Umgang mit Reisekosten spielen.

 

Quelle: Wakefield Research/Global Business Travel Survey von SAP Concur

Redaktion (allg.)