Diskriminierende Kundenwünsche

Im Lichte der EuGH-Rechtsprechung
Hatte der EuGH zur Frage diskriminierender Kundenwünsche bislanggeschwiegen, obwohl sich in der Sache Feryn (Urt. v. 10.7.2008 – C-54/07) die Gelegenheit einer Stellungnahme nahezu aufgedrängt hatte, so hat er mit zwei zeitgleich veröffentlichten Entscheidungen nunmehr Stellung dazu bezogen, in welchen Fällen die Ungleichbehandlung von Beschäftigten zulässig sein kann.
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 Bild: robru/stock.adobe.com
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1 Vorliegen einer Benachteiligung

„Beim nächsten Mal bitte kein Schleier.“ Diese Forderung stellte der Kunde eines französischen IT-Beratungsunternehmens, nachdem eine Projektingenieurin in den Geschäftsräumen des Kunden eingesetzt wurde – und bei der Verrichtung ihrer Arbeiten ein muslimisches Kopftuch trug. Ihr Arbeitgeber sah sich daraufhin gezwungen, die Mitarbeiterin zu entlassen, da er sie mit dem Kopftuch nicht mehr einsetzen könne (EuGH, Urt. v. 14.3.2017 – C-188/15 [Bougnaoui]). Das gleiche Schicksal ereilte eine Muslimin in Belgien, nachdem sie angekündigt hatte, in Zukunft nur noch mit Kopftuch zur Arbeit zu erscheinen.

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Dr. Sarah Mätzig

Dr. Sarah Mätzig

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Artikel Diskriminierende Kundenwünsche
Seite 652 bis 654
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Body Teil 1

Wird eine Bewerberin mit einem muslimischen Kopftuch abgelehnt, so kann ihr eine Entschädigung wegen Benachteiligung aufgrund der Religion

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fühlen Sie sich eigentlich von AuA angesprochen? Das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes. Nach unseren Redaktionsstandards verwenden wir zur

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Problempunkt

Die Arbeitgeberin betreibt bundesweit Drogeriemärkte. In innerbetrieblichen Stellenausschreibungen suchte sie nach Verkäufern/Kassierern

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quasi zeitgleich mit dem Erscheinen meines Editorials in AuA 3/18 zur geschlechtsspezifischen bzw. -neutralen Ansprache hat der BGH entschieden, dass

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Problempunkt

Im Rahmen von Befristungskontrollklagen nach § 17 TzBfG stellt sich zunehmend die Frage nach der Vereinbarkeit der Befristung mit dem AGG

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Problempunkt

Die Parteien stritten über einen Entschädigungsanspruch des schwerbehinderten Klägers wegen Benachteiligung aufgrund einer Behinderung