Keine Begrenzung der 1%-Regelung möglich

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Der Kläger nutzte einen im Betriebsvermögen befindlichen Pkw auch für private Zwecke. Der Kaufpreis für das gebrauchte Fahrzeug lag deutlich unter dem Listenpreis (64.000 Euro inkl. USt). Den geldwerten Vorteil ermittelte der Kläger mit 50 % der Gesamtkosten von 11.000 Euro. Ein Fahrtenbuch führte der Kläger nicht. Das Finanzamt wendete für die Ermittlung des privaten Nutzungsvorteils die 1%-Methode an und erhöhte den Gewinn entsprechend. Dagegen ging der Kläger mit dem Verweis auf einen Verstoß gegen das Übermaßverbot vor.

Die Klage blieb erfolglos, da der BFH mit Urteil vom 15.5.2018 (X R 28/15, veröffentlicht am 20.8.2018) die Anbindung der 1%-Regel sowohl an den Bruttolistenpreis als auch an die Bewertung des Nutzungsvorteils bestätigte. Sofern kein Fahrtenbuch geführt wird, handelt es sich bei den Bewertungen um stark typisierende und pauschalierende Regelungen, die zwingend zur Anwendung kommen. Der Bruttolistenpreis ist auch dann relevant, wenn das Fahrzeuggebraucht angeschafft wird. Die Zulässigkeit dieser typisierenden Bewertung begründet sich darin, dass eine einzelfallbezogene Ermittlung der Finanzverwaltung aufgrund der engen Verknüpfung zwischen privater und betrieblicher Ebene nahezu ausgeschlossen ist und die pauschale Regelung durch das Führen eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs vermieden werden kann.

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Sandra Peterson

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Seite 605
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