Steuerbefreiung von Corona-Zahlungen

1105
 Bild: pixabay.com
Bild: pixabay.com

Nach Veröffentlichung des BMF-Schreibens vom 9.4.2020 (S 2342/20/10009:001) wurde durch das Corona-Steuerhilfegesetz vom 19.7.2020 die Regelung des § 3 Nr. 11a in das EStG eingefügt. Daher war eine Neufassung des BMF-Schreibens zur Steuerbefreiung für an Arbeitnehmer gezahlte Beihilfen und Unterstützungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Krise (vom 26.10.2020, IV C 5 – S 2342/20/10012:003) erforderlich. Durch § 3 Nr. 11a EStG werden steuerfreie Sonderleistungen des Arbeitgebers bis zu einem Gesamtbetrag von 1.500 Euro, die zwischen dem 1.3.2020 und dem 31.12.2020 fließen, möglich. Eine abschließende Entscheidung über die Verlängerung des Begünstigungszeitraums bis zum 31.1.2021 ist seitens des Gesetzgebers noch nicht gefallen. Voraussetzung für die Steuerfreiheit der Zahlungen ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die Aufzeichnungspflichten im Lohnkonto sind zu beachten. In dem neu gefassten Schreiben wird zudem klargestellt, dass andere Steuerbefreiungen, Bewertungsvergünstigungen oder Pauschalbesteuerungsmöglichkeiten unberührt bleiben; sie können zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Das Jahresabo bietet 12 Ausgaben der Zeitschrift, 1 gratis Online-Seminar, AuA-Magazin App + ePaper und eine Prämie Ihrer Wahl - z.B. die praktische 3 in 1 Kofferwaage!

Sandra Peterson

Sandra Peterson
Steuerberaterin, Referent Lohnsteuer, ZF Group, München
AnhangGröße
Beitrag als PDF herunterladen700.01 KB

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Steuerbefreiung von Corona-Zahlungen
Seite 722
Frei
Bild Teaser
Body Teil 1

Diese Ausführungen sind in Ergänzung zum Beitrag von S. Peterson in AuA 6/21, S. 49 in dieser Rubrik zu betrachten: Nach § 3 Nr. 34 EStG

Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Bestimmte Leistungen des Arbeitgebers sind steuerlich privilegiert. So kann er bspw. nach § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG die Lohnsteuer

Premium
Bild Teaser
Body Teil 1

Problempunkt

Das LG Augsburg hatte den Angeklagten wegen Beihilfe zum Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt in 82 Fällen