Gleichheitswidrige Behandlung von Nachtarbeit

Art. 3 Abs. 1 GG

Eine tarifvertragliche Regelung, die für Nachtarbeit einen Zuschlag von 50 % zum Stundenlohn vorsieht, während Nachtarbeit im Schichtbetrieb lediglich mit einem Zuschlag von 15 % vergütet wird, stellt Nachtschichtarbeitnehmer gegenüber Arbeitnehmern, die außerhalb von Schichtsystemen Nachtarbeit leisten, gleichheitswidrig schlechter.

BAG, Urteil vom 21.3.2018 – 10 AZR 34/17

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Bild: Семен-Саливанчук / stock.adobe.com
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Problempunkt

Der Kläger ist als Weber/Einrichter im Schichtdienst bei der Beklagten, einem Unternehmen der Textilindustrie, beschäftigt. Auf das Arbeitsverhältnis finden kraft beiderseitiger Tarifbindung die Tarifverträge für die Textilindustrie Nordrhein Anwendung. Der Kläger war im Rahmen seines Schichtdienstes auch in Nachtschicht eingesetzt. Er erhielt zusätzlich zu seinem Stundenlohn den tariflichen Nachtschichtzuschlag von 15 %. Der Tarifvertrag der nordrheinischen Textilindustrie sieht Zuschläge von 15 % für regelmäßige Nachtarbeit im Schichtdienst und Zuschläge von 50 % für unregelmäßige Nachtarbeit vor.

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Dr. Ingo Plesterninks

Dr. Ingo Plesterninks
VP HR Mauser International Packaging Solutions, Brühl, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Bonn

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