Sachgrundlose Befristung trotz Vorbeschäftigung

§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG

Das in § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG normierte Verbot einer sachgrundlosen Befristung im Falle einer Vorbeschäftigung bei demselben Arbeitgeber gilt nicht, wenn das Verbot für die Parteien unzumutbar wäre. Dies ist u. a. dann gegeben, wenn die Vorbeschäftigung ganz anders geartet war, wie z. B. im Falle einer beruflichen Neuorientierung oder einer Aus- und Weiterbildung, die den Arbeitnehmer zu einer anderen Tätigkeit befähigt und die seiner Erwerbsbiografie eine völlig andere Richtung gibt.

(Leitsätze der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 16.9.2020 – 7 AZR 552/19

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Bild: bennetsteiner/stock.adobe.com
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Problempunkt

Der Kläger absolvierte bis zum Jahr 1988 ein Hochschulstudium in der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung. In der Folgezeit übte er bei verschiedenen Arbeitgebern unterschiedliche Tätigkeiten aus, u. a. war er von 2008 bis 2010 bei dem Beklagten im Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement als Sachbearbeiter zur Vorbereitung und Durchführung von Bauverträgen bzgl. der Erfassung von Anforderungen in der technischen Gebäudeausrüstung und Umsetzung bei Bauvorhaben mit Instandhaltung beschäftigt.

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Dr. Feyzan Ünsal

E.M.L.E., Rechtsanwältin, Hamburg

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Artikel Sachgrundlose Befristung trotz Vorbeschäftigung
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Im Zeitraum zwischen 2011 bis 2014 hatte die Beklagte, deren Geschäftszweck die Verwaltung und Vermietung von Gebäuden

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