Diskriminierung bei Stellenanzeige

1. Die Benachteiligung eines Stellenbewerbers nach §§ 7 ff. AGG setzt voraus, dass er für die ausgeschriebene Stelle objektiv geeignet ist.

2. Das ist nicht der Fall, wenn er dem in der Stellenausschreibung enthaltenen Anforderungsprofil nicht ansatzweise entspricht und sich der Arbeitgeber bei der Stellenbesetzung an das Anforderungsprofil hält.

(Leitsätze des Bearbeiters)

LAG Hamburg, Urteil vom 29. Oktober 2008 – 3 Sa 15/08 (n. rk., Az. beim BAG: 8 AZR 466/09)

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Bild: Kzenon/stock.adobe.com
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Problempunkt

Die Klägerin hatte sich auf eine Stellenanzeige des für Hamburg zuständigen Landesverbands des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche beworben. Darin wurde für den Bereich "Soziales und Ökumene/Fachbereich Migration und Existenzsicherung ein/e Sozialpädagoge/in für das Teilprojekt Integrationslotse Hamburg" gesucht. Als Einstellungsvoraussetzung war u. a. "ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Sozialpädagogik/Sozialwissenschaften (o. Ä.)" gefordert. Außerdem wies die Stellenanzeige darauf hin, dass die Beklagte als diakonische Einrichtung die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche voraussetzt.

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