Arbeitskosten in Deutschland über EU-Durchschnitt

Quelle: pixabay.com
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Für eine geleistete Arbeitsstunde in Deutschland haben im produzierenden Gewerbe und bei wirtschaftlichen Dienstleistungen im Jahr 2019 Arbeitgeber im Durchschnitt 35,90 Euro bezahlt. Damit lagen die Arbeitskosten hierzulande insgesamt 31 % über dem Durchschnitt innerhalb der Europäischen Union, wo die Arbeitskosten je Zeitstunde bei 27,40 Euro betrugen. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) Ende April 2020 mitgeteilt.

Spitzenreiter in Sachen Arbeitskosten sind nach wie vor Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden, Frankreich und Deutschland. Die geringsten Arbeitskosten entstanden in Bulgarien, Rumänien, Litauen, Lettland, Polen und Ungarn, wo durchschnittlich 9,43 Euro fällig wurden. Das sind 66 % weniger als im EU-Durchschnitt.

Im verarbeitenden Gewerbe fielen die Kosten in Deutschland noch höher aus. Hier zahlten Arbeitgeber 2019 durchschnittlich 40,90 Euro pro Stunde. Das bedeutet, dass eine Arbeitsstunde in der deutschen Industrie 47 % teurer war als im EU-Durchschnitt, wo der Wert bei 27,90 Euro lag.

Die berechneten Arbeitskosten setzen sich aus dem Bruttoverdienst der Arbeitnehmer und den Lohnnebenkosten zusammen. 2019 belief sich der Anteil dieser Lohnnebenkosten im produzierenden Gewerbe und den wirtschaftlichen Dienstleistungen in Deutschland pro 100 Euro Bruttoverdienst auf 27 Euro. Ein Wert, der sich im Vergleich zu 2018 nicht verändert hat und mit dem Deutschland unter dem EU-Durchschnitt von 33 Euro lag. Schweden war in dieser Kategorie mit 48 Euro Spitzenreiter. In Rumänien zahlten Arbeitgeber die  niedrigsten Lohnnebenkosten. Hier betrugen sie lediglich bei 5 Euro.

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Für eine geleistete Arbeitsstunde zahlte im Jahr 2013 ein (privatwirtschaftlicher) Arbeitgeber in Deutschland durchschnittlich 31,70 Euro. Damit liegt

Hierzulande zahlen Arbeitgeber durchschnittlich 35 Euro pro Stunde Arbeitseinsatz. Zum Vergleich: Der Durchschnitt innerhalb der EU lag im Jahr 2018