Beschäftigte wollen Gemeinschaft
Das Phänomen des Quiet Quittings war in der näheren Vergangenheit häufiges Thema im Zusammenhang von Motivation, Leistung und Loyalität. Doch welche Rolle spielt dabei das Zugehörigkeitsgefühl am Arbeitsplatz und wie wirkt dieses sich darüber hinaus aus?
Der European Connection Crisis Report 2022 von BetterUp, einem Anbieter virtueller Coachings, zeigt, dass 44 % der Arbeitnehmer in Deutschland kein Gefühl von Zugehörigkeit an ihrem Arbeitsplatz haben. 39 % fühlen sich ihren Kollegen nicht verbunden und knapp ein Drittel pflegt zu diesen keinerlei Freundschaften.
Für Unternehmen wirkt sich ein geringes Zugehörigkeitsgefühl vor allem bei der Mitarbeiterbindung aus: 89 % dieser Beschäftigten wären eher zu einem Arbeitgeberwechsel bereit als solche, die sich als Teil der Gemeinschaft betrachten. Zudem ist die Zusammengehörigkeit der Belegschaft für die Hälfte der Deutschen ein moderat bis sehr wichtiger Faktor bei der Jobsuche.
Arbeitgeber profitieren auch durch eine geringere Anfälligkeit für psychische Leiden davon, dass Beschäftigte sich sozial zugehörig und eingebunden fühlen. Diese Mitarbeiter sind 18 % stressresistenter, 30 % kognitiv leistungsfähiger uns zu einem Drittel mehr strategischem Denken und Handeln fähig. Bei denjenigen, die diese Zugehörigkeit kaum oder gar nicht wahrnehmen, treten dagegen 20 % mehr Burnout-Symptome und 19 % häufiger Teamkonflikte auf.
