Ein Drittel der Berufstätigen fühlt sich diskriminiert

Quelle: pixabay.com
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Im Rahmen der internationalen „Diversity & Inclusion Study 2019“ hat die Job- und Recruitingplattform Glassdoor herausgefunden, dass trotz der (vor allem medialen) Sensibilisierung für das Thema noch immer viele Mitarbeiter Diskriminierung am Arbeitsplatz erleben. 37 % der Befragten in Deutschland teilen diese Einschätzung, weil sie entsprechendes Fehlverhalten im Betrieb entweder selbst erlebt oder aber beobachtet haben.

Am häufigsten kommt es zur Benachteiligung wegen des Geschlechts (24 %), gefolgt von Altersdiskriminierung (22 %), Rassismus (21 %) und Benachteiligung wegen der sexuellen Orientierung (15 %). Ein erschreckendes Ergebnis, wie Felix Altmann, Arbeitsmarktexperte bei Glassdoor, feststellt: “Viele Teilgruppen von Berufstätigen erfahren alltäglich Diskriminierung in ihrem Berufsleben. Es bleibt zu hoffen, dass Unternehmen ihre Anstrengung für mehr Gleichberechtigung und Vielfalt in ihren Belegschaften verstärken und nicht nur Kosmetik betreiben. Vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und demografischem Wandel könnte letzteres schnell zum Bumerang werden. Insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass laut der Umfrage gerade Millenials und die Generation Z mehr Engagement der Arbeitgeber für Diversität fordern.“

Zumindest im internationalen Vergleich stehen in Deutschland ansässige Unternehmen aber besser da. Berufstätige hierzulande erfahren nach eigenen Angaben weit weniger Diskriminierung. In fast allen Kategorien liegen ihre Werte durchschnittlich 10 % niedriger als in den weiteren untersuchten Ländern wie USA, Großbritannien und Frankreich. Beispielsweise erlebten in den USA rund 61 % Diskriminierung wegen des Alters, Geschlechts, Rassismus oder wegen der sexuellen Orientierung. Der Wert für Großbritannien liegt bei 55 %, in Frankreich ist er mit 43 % schon deutlich niedriger und in Deutschland sind es oben erwähnte 37 %.
Und das kommt nicht von Ungefähr: Die Hälfte der Befragten aus Deutschland bescheinigt ihren Arbeitgebern ein verstärktes Engagement auf diesem Gebiet. Zudem sind aber die Teams und Belegschaften in Deutschland (noch) nicht so divers aufgestellt wie in den Vergleichsländern, sodass es vermutlich auch deshalb weniger Spannungen gibt.

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