Elternzeit: Wie familienfreundlich sind Arbeitgeber?
Remote Work, flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung – Es bestehen zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmen, um eine familienfreundliche Kultur zu etablieren. Die Studie „Elternzeit reloaded“ von OMR und Appinio zeigt bestehende Ungleichheiten, Beweggründe und Chancen rund um das Thema Elternzeit.
Mehr als jeder dritte Befragte gab an, dass die Entscheidung für ein Kind die Karriere negativ beeinflusst hat oder weiter beeinflussen könnte. 34 % der befragten Väter und 40 % der Mütter machten entsprechende Angaben.
Ebenfalls etwas mehr als ein Drittel wurde aufgrund der eigenen Elternschaft am Arbeitsplatz bereits diskriminiert. Diese Erfahrung trat vermehrt mit zunehmender Kinderzahl auf.
Mit steigender Familienfreundlichkeit steigt auch das Gefühl der Akzeptanz längerer Elternzeiten bei Männern und Frauen. Knapp zwei Drittel halten den eigenen Arbeitgeber für familienfreundlich, jeder Fünfte sogar für sehr familienfreundlich. Letztere zeichnen sich u. a. durch Flexibilität sowohl hinsichtlich der Arbeitszeit als auch des Arbeitsortes sowie durch eine familienfreundliche Kultur aus. 30 % empfinden längerer Elternzeiten bei Männern und Frauen bei ihrem Arbeitgeber als nicht gleichermaßen akzeptiert. 70 % der befragten Frauen waren länger in Elternzeit als der andere Sorgeberechtigte.
„Vorgesetzte, die beim Thema Vereinbarkeit von Karriere und Familie nicht genügend Empathie entwickeln, werden sich mit einer höheren Fluktuation abfinden müssen. Dies wird direkte Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben, somit werden vermeintliche Nebensächlichkeiten auf einmal zu harten wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren“, sagt Roman Gaida, Autor und Head of Division EMEA, Mitsubishi Electric Europe BV.
