Höhere Wechselbereitschaft unter Beschäftigten

Bild: pixabay.com
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Die Corona-Pandemie beeinflusst nicht nur die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt insgesamt, sondern auch das konkrete Verhalten der Beschäftigten. Seit Beginn der Krise hat jeder Zehnte Arbeitnehmer die eigene Arbeitsstelle gewechselt. Etwa ein Drittel der weiblichen und knapp ein Fünftel der männlichen Befragten gab an, dass die Pandemie zu diesem Entschluss beigetragen hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie im Auftrag von XING E-Recruiting, für die das Meinungsforschungsinstituts forsa im Januar 2022 1.004 deutsche Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt hat.

Wechselbereitschaft gestiegen
Die Wechselbereitschaft von Beschäftigten ist auf 37 % – und damit um 12 % im Vergleich um zum Vorjahr – gestiegen. Unter den 30- bis 39-Jährigen liegt diese sogar bei knapp der Hälfte. Ein Viertel derjenigen, die den Arbeitgeber wechseln, kündigen, obwohl sie keine neue Stelle haben.

Als Motiv, um über einen Wechsel nachzudenken, gab etwas mehr als ein Viertel der Befragten das Führungsverhalten bei ihrem bisherigen Arbeitgeber an. Fast genauso vielen fehlt der Sinn der (bisherigen) Tätigkeit. Mit 38 % ziehen insbesondere die weiblichen Beschäftigten einen Jobwechsel in Betracht. Im Jahr 2021 waren es noch 32 %. Bei den Männern ist etwa jeder Dritte bereit, die eigene Stelle zu wechseln.

Unzufrieden mit Work-Life-Balance und Führungsverhalten
Die Entscheidung, den Job tatsächlich zu wechseln, fällt häufig aus anderem Gründen: Über ein Viertel ist mit dem Führungsverhalten bei ihrem bisherigen Arbeitgeber unzufrieden. Fast ebenso viele wünschen sich eine bessere Work-Life-Balance. Nicht einmal für jeden Fünften ist das Einkommen ausschlaggebend.

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