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Bild: AdobeStock/OneLineStock
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How to Mitarbeitergespräch: Probleme statt Ziele

Viele Unternehmen führen zum Jahresbeginn Mitarbeitergespräche. Dabei stehen klassisch die Ziele im Fokus. Allerdings sollten Mitarbeiter und Führungskraft vor allem aufgetretene Probleme thematisieren, rät Matthias Clesle, der Unternehmen in der Personalentwicklung berät.

In diesen Gesprächen festgelegte Ziele können zwar motivieren und Beschäftigten einen „Fahrplan“ liefern. Dafür müssten sie jedoch eindeutig formuliert und auf den jeweiligen Mitarbeiter zugeschnitten sein. „Klare Ziele zu setzen, die weder zu Überforderung noch zu Unterforderung führen, ist ein Spagat, der für viele Vorgesetzte kaum zu schaffen ist“, so Clesle. In der Praxis seien die Ziele häufig zu hoch oder niedrig angesetzt oder zu unbestimmt.

Zudem baut die Vereinbarung von festen Zielen Druck auf. Vor allem wenn der Arbeitgeber die Zielerreichung finanziell belohnt, ist auf diese ausgerichtetes Verhalten für die Beschäftigten teils attraktiver als der Erfolg des Teams und Unternehmens. Vielen stellen sich die im Gespräch mit der Führungskraft festgelegten Ziele auch als Anzeichen mangelnden Vertrauens dar. Sie sehen ihre selbstständige Arbeitsweise infrage gestellt und haben das Gefühl, ihr Chef schaut ihnen ständig über die Schulter.

Daher empfiehlt Clesle, den Fokus insbesondere auf Probleme zu legen. So können beide Parteien eine Lösung finden, welche sich auch praktisch positiv auswirkt. Zum einen haben Beschäftigte auf diese Weise das Gefühl, ernstgenommen zu werden. Zum anderen lassen sich die identifizierten Probleme angehen und so die Arbeitsbedingungen tatsächlich verbessern. In der Folge steigern sich Motivation, Leistungsfähigkeit sowie die Bindung an das Unternehmen.

Redaktion (allg.)

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