Equal Pay für alle Unionsbürger im Gastland

Quelle: pexels.com
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In einer informellen Einigung kamen der EU-Rat und das EU-Parlament darüber überein, dass in ein anderes EU-Land entsendete Mitarbeiter wie inländische Arbeitnehmer bezahlt werden sollen.

Nach der geplanten Richtlinie darf eine Entsendung nur noch über maximal zwölf Monate in ein anderes EU-Land erfolgen, darüber hinaus ist nur eine einmalige Verlängerung bis zu sechs weitere Monate möglich.
Weiterhin sieht die EU vor, die Regeln eines Gastlandes für die Bezahlung von Arbeitnehmern für alle entsandten Arbeitnehmer anzuwenden. Kosten für Reisen, Unterkunft und Verpflegung müssen ebenfalls zukünftig vom Arbeitgeber getragen werden, eine Verrechnung mit dem Gehalt ist unzulässig.

Sinn und Zweck dieser Richtlinie soll eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit sein. Auf der anderen Seite hatten sich Polen und Ungarn gegen die Richtlinie ausgesprochen. Sie sehen darin den Versuch einer Abschottung der Arbeitsmärkte durch wohlhabendere EU-Länder. Die meisten entsandten Arbeitnehmer in der EU stammen aus Polen. 450.000 Polinnen und Polen wurden 2015 in andere EU-Staaten entsandt. Die EU geht davon aus, dass 2016 rund 2,3 Millionen Arbeitnehmer entsandt wurden. Insgesamt stieg die Zahl um 69 % zwischen 2010 und 2016. Nach Schätzungen sind ca. 400.000 Entsandte in Deutschland tätig.

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