Montag, 11. Juni 2018

Grundstein für Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag legen

Quelle: pixabay.com

In der Wirtschaft ist sie Hoffnungsträger, doch im privaten Umfeld trifft sie oft noch auf Unsicherheit: Künstliche Intelligenz (KI) ist bisher nur für Wenige ein Begriff. Das gilt auch für die Hälfte aller Berufstätigen. Dementsprechend wenig wird die Technologie bisher genutzt. Für eine repräsentative Studie von SAP Concur zum Thema KI wurden insgesamt 4.273 Berufstätige in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Dänemark und Finnland befragt.

Dass sie den Begriff KI kennen und auch wissen, welche Technologie sich dahinter verbirgt, geben etwas mehr als die Hälfte der deutschen Befragten an. Im Ländervergleich liegen wir damit knapp über dem Durchschnitt. Dem gegenüber stehen etwa 40 % der Deutschen, die bereits von KI gehört haben, allerdings nicht genau wissen, was es damit auf sich hat. Die KI-Technologie kennen in Großbritannien (61 %) und Finnland (55 %) ebenfalls mehrheitlich viele. In Schweden (46 %), Dänemark (41 %) und in Frankreich (29 %) wissen hingegen deutlich weniger Befragte etwas mit dem Begriff anzufangen.
Insgesamt wird die KI-Technologie entsprechend der Ergebnisse bisher nur wenig eingesetzt. Etwa 70 % der Befragten gaben an, KI überhaupt nicht zu nutzen. Knapp 16 % der Anwender sagten, dass sie KI vorrangig privat nutzen würden. Rein geschäftlich wird die Technologie nur von etwa 8 % der Befragten verwendet. Vorreiter in Sachen KI-Nutzung ist Finnland. Rund 41 % der Studienteilnehmer nutzen KI hier sowohl privat als auch beruflich. Auf Platz zwei liegt Großbritannien mit 34 %. Deutschland belegt den dritten Platz (30 %) und befindet sich damit immerhin noch vor Frankreich, Dänemark und Schweden.

Was aber ist KI überhaupt? Bei dieser Frage sind sich mehr als die Hälfte der Befragten sicher, dass damit vorrangig Sprachassistenten und sprachfähige menschenähnliche Roboter gemeint sind. In Deutschland (57 %) und Großbritannien (56 %) kommen insbesondere Alexa, Siri und Co. zum Einsatz. Bisher sehen die Befragten den größten Nutzen in personalisierten Empfehlungen für Hotels, Restaurants oder Veranstaltungen. Bei den Deutschen liegen insbesondere automatisierte Benachrichtigungen, wie Hinweise auf verspätete Flüge, ganz vorn. In Frankreich kommt vor allem die Kostenanalyse gut an. 31 % benennen etwa einen Vorteil von KI in der selbstständigen Analyse von Reisekosten. Auch in puncto Sicherheitsaspekt ist die Technologie im Kommen. Viele der Befragten sind der Meinung, dass KI Geschäftsreisen sicherer machen kann (z. B. mithilfe von Predictive Analytics).
Die Mehrheit der Befragten stand dem Thema KI insgesamt positiv gegenüber, doch bisher stellen nur wenige Arbeitgeber KI-Tools zur Verfügung. So gaben 64 % an, dass sie im Unternehmen keine KI-Technologie nutzen können. Für die gewinnbringende Nutzung müssen oftmals auch Nutzerdaten herausgegeben werden. Daran stören sich insbesondere die Dänen und Franzosen. Deutsche sind da auskunftsfreudiger. Im Ländervergleich würden von ihnen die meisten Geschlecht, Telefonnummer, Geburtsdatum, Firmensitz und Wohnort angeben. Am wenigsten gern werden länderübergreifend biometrische Daten angegeben.

Noch kein Abonnent von Arbeit und Arbeitsrecht (AuA)? Hier können Sie drei Ausgaben kostenfrei testen!