Donnerstag, 25. April 2019

Jetzt bewerben für Praktikerpreis der Stiftung Theorie und Praxis des Arbeitsrechts

Quelle: pixabay.com

Noch bis Ende April sind Bewerbungen um den mit 3.000 Euro dotierten Praktikerpreis der Stiftung Theorie und Praxis des Arbeitsrechts (Wolfgang-Hromadka-Stiftung) möglich.

Mit dem WHS-Praktikerpreis sollen innovative Projekte der Personalarbeit ausgezeichnet werden, mit denen sich Unternehmen in vorbildlicher Weise den aktuellen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen stellen. Daraus leiten sich die Vergabekriterien ab: Innovativ und vorbildlich für andere sollte das Projekt sein.

Bewerbungen sind formlos per E-Mail möglich. In der Vergangenheit war es so, dass die Preisträger Powerpoint-Präsentationen (ca. 15-20 Slides) eingereicht haben. Diese sollten so präzise sein, dass sie im Wesentlichen ohne weitere Nachfragen erläutern, worin Ziele, Mittel und Umsetzung des Projektes bestehen und worin das Neue und Vorbildhafte für andere Unternehmen liegen. Je genauer Sie das schildern können, um so besser.

Hier Beispiele der Preisträger der letzten Jahre:

Max Frank GmbH & Co. KG
Das Unternehmen produziert und vertreibt mit über 600 Mitarbeitern in 13 verschiedenen Ländern Technologieprodukte für den Stahlbetonbau. Das Portfolio reicht von Abstandhaltern über Schalungstechnik bis hin zu Bewehrungstechnik, Dichtungstechnik und Bauakustik. Das von dem Unternehmen vorgelegte Konzept überzeugte durch Kreativität und Phantasie. Beeindruckt zeigten sich die Juroren von der Vielfalt der angebotenen Maßnahmen, um Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Sie reichten von flexiblen Arbeitszeitmodellen, vorbereitenden Produktionstätigkeiten in Heimarbeit, Bereitstellung von Homeoffice, Telearbeitsplätzen und anderen Formen mobilen Arbeitens bis hin zur Rücksichtnahme auf Eltern, Alleinerziehende oder Personen mit häuslichen Pflegefällen bei der Urlaubs- und Einsatzplanung. Diese familienfreundliche Unternehmenspolitik leistet einen erheblichen Beitrag zur Zufriedenheit der Mitarbeiter, stärkt die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber in der Region.

SAP SE
Bewerbung mit dem Projekt „SAP Senior Expert Service“. Die SAP eröffnet pensionierten Mitarbeitern die Chance, SAP-Projekte zeitweise zu unterstützen.

EVONIK-Mitarbeiteraktionärsverein
2016 wurde auf Initiative der Arbeitnehmervertreter (Leitende Angestellte und Betriebsräte) und mit Unterstützung des Mitarbeiteraktionärsvereins WIR für SIEMENS in Essen der Mitarbeiteraktionärsverein Evonik (MAV Evonik) von 20 Mitgliedern gegründet. Mitglieder des Vereins können alle aktiven und ehemaligen Arbeitnehmer werden, die über das Mitarbeiter-Aktienprogramm oder auf andere Weise Aktien der Evonik halten. Zweck des Vereins ist eine angemessene Repräsentation der Evonik-Arbeitnehmer im Kreis der Evonik-Aktionäre. Angestrebt wird die Berücksichtigung von Belegschaftsinteressen, insbesondere an einer nachhaltigen Unternehmenspolitik, Beschäftigungssicherung und sozialer Absicherung bei den Unternehmensentscheidungen.

Bosch: „Selbstorganisation im Konzern“
Das Projekt stellt dar, wie eine HR-Abteilung, die bislang eher hierarchisch organisiert war, in eine „Agile Netzwerkorganisation“ umgebaut wurde. Statt einer strikten Führungsstruktur mit definierten Aufgaben und Befugnissen erhalten die Mitarbeiter größere Kompetenzen und Entscheidungsmacht. Entscheidungen trifft der, der dafür am kompetentesten ist. Rollen und Organisationsstrukturen (Gruppen, Kreise), die keine Entscheidungen treffen können, werden damit überflüssig. Vor wichtigen Entscheidungen klärt das Team, wie die Entscheidung getroffen wird.

„Verbrauchte“ Themen gibt es nicht. Entscheidend ist nicht das Problem, sondern die intelligente Lösung.

Weitere Informationen: https://www.hromadka.de/praktikerpreis/

 

Noch kein Abonnent von Arbeit und Arbeitsrecht (AuA)? Hier können Sie drei Ausgaben kostenfrei testen!