Wer profitiert vom Branchentarifvertrag?

(c) IAB
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Im Jahr 2012 arbeiteten rund 50 Prozent der Beschäftigten in Betrieben, für die ein Branchentarifvertrag galt. Das zeigen die Daten des „IAB-Betriebspanels“, einer jährlichen Befragung von mehr als 15.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Was offenbart die Umfrage außerdem?

Seit 1996, als das IAB erstmals Daten zur Tarifbindung für Ost- und Westdeutschland erhoben hatte, ging die Zahl der tarifgebundenen Betriebe stark zurück. Damals arbeiteten in Westdeutschland 70 % der Beschäftigten in Betrieben, in denen ein Branchentarifvertrag galt. Nur noch 53 % waren es 2012. In Ostdeutschland sank der entsprechende Anteil der Beschäftigten von 56 auf 36 %. Gegenüber 2011 bedeutet das einen Rückgang um jeweils einen Prozentpunkt. „In der langen Sicht ist die rückläufige Tendenz eindeutig“, kommentieren die IAB-Arbeitsmarktforscher Susanne Kohaut und Peter Ellguth die Ergebnisse.

Die ganze Bedeutung der Branchentarifverträge verdeutlicht sich jedoch erst, wenn man berücksichtigt, dass zudem rund jeder fünfte Arbeitnehmer indirekt davon profitiert. 20 % der westdeutschen und 25 % der ostdeutschen Beschäftigten arbeiteten 2012 nämlich in Unternehmen, die sich an einem Branchentarifvertrag orientierten. Für weitere sieben Prozent der Beschäftigten im Westen und zwölf Prozent im Osten galt ein zwischen Betrieb und Gewerkschaft abgeschlossener Firmentarifvertrag.

Tabelle und Grafik zur Tarifbindung 2012 stehen im Internet unter
http://doku.iab.de/aktuell/2013/Tarifbindung_2012.pdf zum Download bereit.

 

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Etwa jeder zweite Beschäftigte war im Jahr 2013 in Unternehmen tätig, für die ein Branchentarifvertrag galt. Das zeigen aktuelle Daten vom „IAB

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