Berlin: „You don´t need a ticket“ kostet Busfahrer den Job

Quelle: pixabay.com
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Stellt ein Busfahrer auf einer für Touristen wichtigen Route auswärtigen Fahrgästen keine Tickets aus, obwohl er entsprechendes Fahrgeld entgegennimmt, rechtfertigt dies nach einem Urteil des LAG Berlin-Brandenburg vom 16.8.2018 (10 Sa 469/18) die fristlose Kündigung.

Nachdem es zu Beschwerden von Fahrgästen kam, veranlasste die Arbeitgeberin – die Berliner Verkehrsbetriebe – eine stichprobenartige Sonderprüfung der Tätigkeit eines bei ihr angestellten Busfahrers. Hierbei wurde festgestellt, dass dieser innerhalb kurzer Zeit Geld für mehrere Tickets von offensichtlich ortsunkundigen Fahrgästen aus dem Ausland entgegennahm. Mit dem Hinweis „You don´t need a ticket“ druckte er aber keinen Fahrschein aus. Die Fahrgäste winkte er durch, das Geld behielt er für sich. Die Arbeitgeberin kündigte dem Busfahrer fristlos.

Das LAG Berlin-Brandenburg bestätigt die Vorgehensweise und hält die fristlose Kündigung für wirksam. Bei dem vorliegenden gravierenden Fehlverhalten ist eine vorherige Abmahnung nicht erforderlich. Zwar verteidigte sich der Arbeitnehmer, er habe allen zahlenden Fahrgästen Tickets ausgehändigt, dies konnte aber nach gerichtlicher Einsichtnahme der Videoaufnahmen aus dem Bus als Lüge entlarvt werden.

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