„Ich hatte stets den Wunsch, sinnvolle Arbeit zu leisten“
Wären Sie nicht Personalerin geworden, was dann?
Für mich war während des Studiums klar, dass ich in den Personalbereich möchte. Natürlich wollte ich mit 14 auch mal Tierärztin werden, aber das hat sich schnell gelegt.
Warum haben Sie sich für Ihren Beruf entschieden?
Es macht mir Freude, Arbeitsbedingungen zu gestalten, in denen Menschen gesund, mit Sinn und Motivation arbeiten können – und dadurch auch aktiv zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Welcher Rat hat Ihnen am meisten genützt?
Eine frühere Führungskraft gab mir den Rat, mich selbst nicht zu unterschätzen. Die Kombination aus Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten gepaart mit lebenslangem Lernen empfinde ich bis heute als stimmig.
Welche (sozialen) Netzwerke nutzen Sie?
Am liebsten nutze ich meine persönlichen, gut gepflegten Netzwerke – der direkte Austausch bedeutet mir viel. Natürlich bin ich aber auch auf LinkedIn präsent.
Arbeitnehmer sind dann gut, wenn …
… sie in angemessenem Rahmen wachsen und sich entwickeln wollen. Dazu benötigen sie eine wertschätzende Arbeitsumgebung, gute Führung und das Gefühl, dass die Aufgaben sinnvoll und machbar sind.
Was war Ihre beruflich schwerste Entscheidung?
GroupM zu verlassen. Ich habe mich dort menschlich sehr wohlgefühlt, aber keine Perspektive für meine Weiterentwicklung mehr gesehen. Für mich war entscheidend, nicht zu warten, bis Unzufriedenheit überwiegt – sondern den Mut zu haben, rechtzeitig zu gehen, auch wenn der Abschied/ Wechsel schwerfällt.
Welche Themen stehen in den nächsten Monaten auf Ihrer Agenda?
Die gelungene Begleitung unserer neuen Vorstände in der Einarbeitung, verschiedene Change-Themen wie die Einführung von Microsoft 365 sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Führungskräfte.
Was bedeutet Arbeit für Sie?
Mir ist wichtig, mitgestalten zu können und Freiräume für eigene Ideen zu haben. Arbeit bedeutet für mich, meine Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen als Beitrag zum Unternehmenserfolg einzusetzen sowie die Chance, mich persönlich einzubringen und weiterzuentwickeln. Ein sehr schöner Prozess, wie ich finde.
Was können sich Ihre Kollegen von Ihnen abschauen?
Ich bin sehr strukturiert und organisiert, denn anders würde mein Alltag nicht funktionieren. Außerdem begegne ich anderen Menschen mit Respekt und dem Wunsch, ihre Perspektive wirklich zu verstehen.
Welche Eigenschaft schätzen Sie besonders an anderen Menschen?
Humor, Mitdenken, Selbstreflexion und Rücksichtnahme.
Wie haben sich Ihre Ziele im Laufe Ihres Lebens verändert?
Ich hatte stets den Wunsch, sinnvolle Arbeit zu leisten und mitzugestalten. Mit zunehmendem Alter betrachte ich verzwickte Themen heute mit mehr Ruhe und Abstand – und kann sie gelassener steuern.
Gibt es eine schlechte Angewohnheit, die Sie gerne loswerden würden?
Dinge zu erledigen, anstatt all die Bücher zu lesen, die ich lesen will.
Womit würden Sie sich gerne richtig gut auskennen?
Ich würde gern mehrere Sprachen fließend sprechen und richtig gut zeichnen können.
Was steht schon lange auf Ihrer Bucketlist und warum haben Sie es noch nicht getan?
Australien und Neuseeland stehen auf meiner Reiseliste – bisher habe ich mir dafür noch nicht die nötige Zeit freigeschaufelt.
Wovon sind viele begeistert oder überzeugt, Sie jedoch nicht?
Netzwerke funktionieren meiner Meinung nach nicht dadurch, möglichst viel Zeit auf Social-Media-Plattformen zu verbringen.
Wen würden Sie gern einmal treffen?
Michelle Obama, ihre Biographie hat mich sehr beeindruckt.
Welches Buch muss mit in Ihren Urlaub und wo geht es hin?
Französische Atlantikküste, Claudia Hammond: Die Kunst des Ausruhens
Wer war für Sie die einflussreichste Person in Ihrem Leben?
Meine Großmutter mütterlicherseits, die mich oft mit viel Lebensweisheit gut beraten hat.
Was ist Ihre größte Leidenschaft?
Die gesunde Weiterentwicklung von Menschen und Organisationen.
Welchen Rat geben Sie Ihrem jüngeren Ich mit auf den Weg?
Immer erst eine Nacht drüber schlafen.
Verraten Sie uns Ihr Lebensmotto?
Encourage each other to bloom.
