Angriff auf die Probezeitbefristung

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Prof. Dr. jur. Günter Schmitt-Rolfes
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„Wir wollen den Missbrauch bei den Befristungen abschaffen.“ (Koalitionsvertrag v. 7.2.2018 [KV], Rdnr. 2336). Solche Sätze kommen üblicherweise aus den Mündern populistischer Politiker, die auch die ordnungsgemäße Anwendung ordnungsgemäßer Gesetze als Missbrauch bezeichnen und zwar allein deshalb, weil ihnen die Gesetze als solche nicht gefallen. Es geht nämlich um die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen. Diesen „Missbrauch“ will die große Koalition (GroKo) wie folgt einschränken: „Deshalb dürfen Arbeitgeber mit mehr als 75 Beschäftigten nur noch maximal 2,5 Prozent der Belegschaft sachgrundlos befristen.“ (KV Rdnr. 2336 bis 2338).

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Dr. jur. Günter Schmitt-Rolfes

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Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht, München

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Artikel Angriff auf die Probezeitbefristung
Seite 209
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Vor dem Hessischen LAG stritten die Beteiligten im Rahmen einer Befristungskontrollklage um die Wirksamkeit einer sachgrundlosen

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