Lohnpfändung

Praxisprobleme
Eine Lohnpfändung ist für alle Beteiligten ausgesprochen unschön. Für den Gläubiger, weil er zusätzliche Mühen und Kosten aufwenden muss, um an sein Geld zu kommen. Für den Arbeitnehmer, weil er weniger Nettoentgelt ausgezahlt bekommt und keine Kontrolle mehr über die Rückzahlung seiner Schulden hat, und schließlich für den Arbeitgeber, weil die Pfändung erheblichen Verwaltungsaufwand verursacht und fehleranfällig ist. Erschwerend kommt hinzu, dass gesetzliche und tarifvertragliche Regelungen zu beachten sind, die nicht immer deckungsgleich sind.
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 Bild: martaposemuckel/pixabay.com
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1 Interessenausgleich

Das Gesetz kennt verschiedene Entgeltbestandteile, die nicht oder nur teilweise pfändbar sind. Damit will der Gesetzgeber einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen schaffen. Der Gläubiger möchte, dass möglichst viel des Nettolohns pfändbar ist, damit die Verbindlichkeiten schnell beglichen werden. Der Mitarbeiter möchte, dass möglichst wenig Gehalt gepfändet wird und ihm entsprechend mehr Gehalt erhalten bleibt; insbesondere dann, wenn er sich in einem Privatinsolvenzverfahren befindet und mit einer Befreiung von den restlichen Schulden am Ende dieses Verfahrens rechnet.

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Wilfried Haas

Wilfried Haas

Christina Reifelsberger

Christina Reifelsberger

· Artikel im Heft ·

Lohnpfändung
Seite 722 bis 723
Frei
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