Nachhaltiges Personalmanagement

Alter Wein in neuen Schläuchen?

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ war nie so populär wie heute. Die Klimaschutzdemonstrationen „Fridays for Future“ haben das Thema öffentlichkeitswirksam gepusht und Politiker und Bevölkerung aufgerüttelt. Viele Unternehmen haben die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen aufgegriffen und berichten in jährlichen Reports über die betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Auch im Personalmanagement wird nachhaltiges Handeln gefordert und seit ca. 20 Jahren in der personalwirtschaftlichen Forschung thematisiert. Dabei ist festzustellen, dass der Begriff Nachhaltigkeit in unterschiedlicher Weise benutzt wird und häufig kaum Veränderungen zu personalwirtschaftlichen Standardwerken zu erkennen ist. Vor diesem Hintergrund hat sich eine aktuelle Studie damit beschäftigt, was nachhaltiges Personalmanagement ist und wie es operativ in den Personalprozessen umgesetzt werden kann. Zu den arbeitsrechtlichen Aspekten der nachhaltigen Organisation finden Sie einen ausführlichen Beitrag (Titelthema) von C. Dressel in AuA 3/22, S.6ff.

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 Bild: Carla Nichiata/stock.adobe.com
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Nachhaltiges Handeln – eine neue Denkweise

Die Politik der deutschen Bundesregierung folgt dem Leitprinzip: Nachhaltigkeit „soll wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, ökologische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit so miteinander verschränken, dass die Realisierung des einen nur unter der Berücksichtigung der jeweils beiden anderen erfolgt“ (BMWi, 2017, S. 2). In Anlehnung an das Triple-Bottom-Line-Prinzip sind ökonomische, soziale und ökologische Faktoren als gleichwertig zu betrachten und bedingen einander. Dadurch verändert sich die wirtschaftliche Ausrichtung von Unternehmen.

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Dr. Ulrike Meißner

Dr. Ulrike Meißner
Professorin, Nachhaltiges Personalmanagement und agile Führung, Hochschule Fresenius, Fachbereich Onlineplus

· Artikel im Heft ·

Nachhaltiges Personalmanagement
Seite 36 bis 39
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