Aktienoption für Betriebsratsmitglieder

1. Die Gewährung von Aktienoptionen an ein Betriebsratsmitglied durch eine andere Konzerngesellschaft kann Arbeitsentgelt i.S.d. § 37 Abs. 4 BetrVG darstellen, wenn die Konzerngesellschaft sie nach Vereinbarung der Arbeitsvertragsparteien anstelle oder neben dem vereinbarten Arbeitsentgelt erbringen soll.

2. Eine eigene Verpflichtung des konzernangehörigen Arbeitgebers auf Gewährung der Aktienoptionen ist i.d.R. begründet, wenn die Arbeitsvertragsparteien die Teilnahme des Arbeitnehmers am Aktienoptionsprogramm eines anderen Konzernunternehmens ausdrücklich oder konkludent vereinbaren.

(Leitsätze der Bearbeiterin)

BAG, Urteil vom 16. Januar 2008 – 7 AZR 887/06

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Bild: Kzenon/stock.adobe.com
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Problempunkt

Die Parteien stritten über die Verpflichtung der Beklagten, dem Kläger Optionen zum Bezug von Aktien ihrer amerikanischen Muttergesellschaft zu verschaffen.

Die in den Vereinigten Staaten ansässige Muttergesellschaft gewährte auch ausgewählten Arbeitnehmern der Beklagten Optionen. Diese berechtigten sie nach Maßgabe der von der amerikanischen Gesellschaft festgelegten Optionsbedingungen, Aktien der Muttergesellschaft zu beziehen.

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Artikel Aktienoption für Betriebsratsmitglieder
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